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Die Wolga – Eine Reise entlang der Lebensader Russlands

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Heute nehmen euch mit in das Herz Russlands, genauer gesagt an die Wolga. Die Wolga ist weit mehr als nur ein Fluss, vielmehr ist sie ein Symbol für Russland und von überragender Bedeutung für die historische Entwicklung des Landes. Viele Touristen machen eine Wolga Kreuzfahrt und wir zeigen euch, was es bei einer solchen Reise entlang der Wolga unterwegs zu sehen gibt. Wir starten an der Quelle der Wolga und reisen dann bis zu deren Ende im Kaspischen Meer. Kommt mit auf eine Reise entlang des längsten Flusses Europas und entdeckt mit uns, wie vielfältig Russlands Lebensader war und ist!

Wolga Quelle
Dieses schmucke Tor und die dahinter stehende Kapelle markieren die unscheinbare Quelle der Wolga

Das ist die Wolga

Die Wolga ist mit über 3500 Kilometern der längste Fluss Europas. Weltweit liegt der Strom damit zwar nur auf Platz 17, aber er ist auf unserem Planeten der längste Strom, der nicht in ein Meer fließt (das Kaspische Meer ist nämlich eigentlich ein See). Seinen Anfang nimmt der riesige Fluss – übrigens genau wie der Dnepr und die Düna – in den Waldaihöhen in der Nähe der alten Hansestadt Groß Nowgorod rund 300 Kilometer nordwestlich der russischen Hauptstadt Moskau.

Wolga Don Kanal
Leuchtturm am Wolga-Don-Kanal zwischen Wolgograd und Rostow am Don

Kanäle und Bedeutung für Russland

Auf ihrem Weg zum Kaspischen Meer passiert die Wolga unzählige Ströme. Zur Lebensader Russlands wird der Fluss aber nicht nur dadurch, dass so viele bedeutende historische Städte an seinen Ufern liegen, sondern auch weil er über Kanäle mit dem Schwarzen Meer, dem Weißen Meer und der Ostsee verbunden ist und dadurch auch für den Außenhandel eine wichtige Rolle einnimmt. Vor allem ist die Wolga aber ein mystisch verklärter Ort, der für die Russen von großer Bedeutung ist und deren Folge vergleichbar mit dem des Rhein in Deutschland oder der Weichsel in Polen ist.

Der Verlauf der Wolga

Zunächst fließt die Wolga in südöstliche Richtung in Richtung der Hauptstadt Moskau. Nach etwa 200 Kilometern passiert sie Rschew, ab hier ist sie bereits von kleineren Kähnen befahrbar. Moskau passiert die Wolga allerdings nicht, den Moskau liegt am gleichnamigen Fluss Moskwa. Die Wolga macht nun nämlich einen Schwenk Richtung Nordosten und erreicht zunächst Twer und den Rybinsker Stausee. Hier ändert der Strom abermals seine Richtung und fließt nun Richtung Südosten, wo er in der Folge einige der ältesten Städte Russlands passiert.

Nachdem Kasan passiert wurde, geht es zunächst etwa 1000 Kilometer geradewegs nach Süden, ehe die Wolga bei Wolgograd ein letztes Mal seine Richtung ändert und nun in östlicher Richtung in das Kaspische Meer fließt, wo seine Reise endet.

Die schönsten Orte entlang der Wolga

Ihr seht, auf ihrem Weg macht die Wolga nicht nur einige Schlenker, sondern ihr passiert auf einer Wolga Kreuzfahrt auch einige der schönsten Städte Russlands. Und die wollen wir euch jetzt mal genauer vorstellen.

Wolga Twer

Twer

Twer ist die erste bedeutende Großstadt am Lauf der Wolga. Die Geschichte von Twer, das noch bis 1990 Kalinin hieß, reicht bis ins Mittelalter zurück, was Twer zu einer der ältesten Städte Russlands macht. Die Voraussetzungen für eine florierende Handelsstadt waren hier ideal, den hier fließen Wolga und Twerza zusammen. Im Mittelalter bildete sich hier ein eigenes Fürstentum heraus, das im Machtkampf schließlich dem aufstrebenden Moskau unterlag und einen wirtschaftlichen Abschwung erlebte. Das änderte sich erst im 18. Jahrhundert, als mit der Gründung Sankt Petersburgs Twer plötzlich günstig zwischen den beiden Metropolen Moskau und Petersburg lag.

Twer zählt heute rund 400.000 Einwohner und verfügt trotz seiner großen industriellen Bedeutung über viele historische Sehenswürdigkeiten. Zwar wurde die Stadt im 18. Jahrhundert durch ein Feuer zerstört, sodass vom mittelalterlichen Twer nicht mehr viel zu sehen ist. Katharina die Große steckte aber viel Geld in den Wiederaufbau, unter anderem entstanden ein Palais für die Zarin, aber auch zahlreiche weitere Bauten im Stil des Frühklassizismus gibt es zu sehen, ehe es weiter Richtung Rybinsker Stausee geht.

Kaljasin Wolga Kirche
Quelle: Olga1969, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Unterwegs kommen wir an Kaljasin vorbei. Stalin ließ das alte Kaljasin fluten und mit der Stadt ging auch die Nikolaus-Kathedrale unter. Nur ihr Glockenturm ragt heute noch aus den Fluten, eines der beeindruckendsten Fotomotive der Wolgaregion.

Rybinsk Wolga Kreuzfahrt
Blick auf die Altstadt von Rybinsk

Rybinsker Stausee und Rybinsk

Der Rybinsker Stausee ist nach dem Kuibyschewer Stausee das zweitgrößte künstliche Gewässer in Europa. Er ist fast zehnmal so groß wie der Bodensee und wird daher auch als Rybinsker Meer bezeichnet. Der See wurde in den 1930er-Jahren angelegt und stellt eine wichtige Station auf der Wolga-Ostsee-Route dar. In den 40er-Jahren errichte man hier ein riesiges Kraftwerk. Dem Stausee fielen zwei Städte, mehrere Dörfer und uralte Klöster zum Opfer, die Sowjetführung zeigte sich wenig zimperlich bei der Realisierung des Bauprojekts und siedelte über 150.000 Menschen um.

Die Wolga macht hier einen Schwenk nach Südosten und passiert als nächstes die 200.000-Einwohner-Stadt Rybinsk, wo die Scheksna in die Wolga mündet und diese zusätzlich mit Wasser speist. Rybinsk ist wie Twer sehr alt und wurde unter den Zaren zu einem der größten Binnenhäfen Russlands ausgebaut. Später war die Stadt ein wichtiger Motor der Industrialisierung Russlands, trotzdem gibt es hier immer noch eine ganze Reihe an historischen Sehenswürdigkeiten zu bewundern, darunter die neoklassizistische Kathedrale, die ihr auf dem Bild neben der historischen Getreidebörse sehen könnt.

Jaroslawl Wolga
Blick auf die Maria-Entschlafens-Kathedrale von Jaroslawl

Jaroslawl

Jaroslawl befindet sich rund 100 Kilometer südöstlich des Rybinsker Stausees. Die wunderschön gelegene Stadt ist über 1000 Jahre alt, war zeitweise so etwas wie die Hauptstadt des Zarenreichs und früher die zweitgrößte Stadt des Landes nach Moskau. Das Zentrum gleicht einer Symphonie aus barocken und klassizistischen Bauten und bei unserem ersten Besuch von Jaroslawl vor über zehn Jahren waren wir wirklich traurig, als es wieder weiterging, so viel gibt es hier zu sehen. Trotz starker Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs haben sich unzählige historische Bauten erhalten, darunter die Maria-Entschlafens-Kathedrale, die Prophet-Elija-Kirche und das Verklärungskloster. Kein Wunder also, dass Jaroslawl eine der wichtigsten touristischen Städte Russlands ist und von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Kostroma Wolga
Blick auf den zentralen Sussanin-Platz in Kostroma

Kostroma

Nur 80 km weiter ist Kostroma erreicht, ein weiteres touristisches Highlight einer Wolga Kreuzfahrt. Auch Kostroma gehört zu den ältesten Städten Russlands und verfügt über zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Auch hier wirkte sich die Wolga positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt aus. Im 17. Jahrhundert war Kostroma sogar nach Moskau und Jaroslawl die drittgrößte Stadt des Landes, heute fällt es da mit seinen knapp 300.000 Einwohnern relativ klein aus. Von jener alten Blüte zeugen heute noch das Ipatios-Kloster, das Epiphanie-Kloster, vor allem aber die fast geschlossene klassizistische Bebauung rund um den Sussanin-Platz mit seinen charakteristischen Handelsreihen, einem Komplex aus 20 Gebäuden mit Arkadengängen.

Modernes und altes Wahrzeichen der Stadt: Das Stadion und die Alexander-Newskij-Kathedrale an der Oka

Nischnij Nowgorod

Vorbei an Kineschma mit seiner Dreifaltigkeits-Kathedrale und dem höchsten Ufer an der Wolga geht es nun weiter nach Nischnij Nowgorod. Nischnij („Klein“) Nowgorod ist etwas weniger bekannt als Welikij („Groß“) Nowgorod rund 900 km nordwestlich, aber nicht weniger sehenswert. Mit über 1,2 Mio. Einwohnern ist Nischnij Nowgorod, das früher Gorki hieß, am Zusammenfluss von Oka und Wolga die bisher größte Stadt auf unserer Route und viele von euch kennen den Ort vielleicht noch von der Fußball-WM 2018.

Lauschige Fußgängerzonen wie die Bolschaja-Pokrowskaja-Straße in Nowgorod sind in Russland eher die Ausnahme

Der Kreml der Stadt war einst die Zitadelle der wichtigsten Festung des Landes, aber auch sonst gibt es an dem bedeutenden Industriestandort zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Da wäre zum Beispiel die Mariä-Geburts-Kathedrale, die etwas wie die kleine Schwester der Moskauer Basiliuskathedrale wirkt. Drei Klöster, die schöne Fußgängerzone Bolschaja Pokrowskaja mit dem Jugendstilbau der Nationalbank und das Messegebäude im Empire-Stil sind nur einige der Sehenswürdikeiten in dieser Geschichtsträchtigen Stadt, die wir nun in Richtung einer noch bedeutenderen Metropole verlassen.

Kasan

Rund 400 Kilometer sind es bis nach Kasan. Die Stadt mit ihren über 1 Mio. Einwohnern ist die Hauptstadt der Republik Tatarstan und eine einzige Augenweide. Sie hat einen multiethnischen Charakter. Die muslimischen Tataren errichteten hier im Lauf der Zeit viele prächtige Moscheen, von denen die Kul-Scharif-Moschee alle anderen an Pracht überragt. Dabei ist sie nur etwa 15 Jahre alt! Sie steht mitten im Kasaner Kreml unweit der Mariä-Verkündigungs-Kathedrale und soll so ein Symbol für das friedliche Zusammenleben der Kulturen in dieser facettenreichen Stadt sein, in der Orient und Okzident aufeinander prallen und ein buntes Gesamtkunstwerk schaffen.

Blick auf den Kasaner Kreml mit Mariä-Verkündigungs-Kathedrale und Kul-Scharif-Moschee

Kasan war die erste nichtrussische Stadt, die von Russland eingenommen wurde, weshalb man Kasan auch als Keimzelle des Vielvölkerstaats Russland betrachtet. Die Eroberung unter Ivan IV. führte dazu, dass man in Moskau die Basiliuskathedrale errichtete, das bekannteste und ikonischste russische Gotteshaus. Kasan ist von hoher Bedeutung für die russischen Christen, denn mit der Gottesmutter von Kasan befindet sich hier die meistverehrte Ikone der orthodoxen Welt. Sie ist heute in der Mariä-Verkündigungs-Kathedrale zu sehen.

Uljanowsk und Kuibyschewer Stausee

Nur wenige Kilometer hinter Kasan speist die Kama, ein fast 2000 km langer Strom, die Wolga mit weiterem Wasser. Die Kama ist der größte der insgesamt 200 größeren Nebenflüsse der Wolga. Ab hier fließt die Wolga nicht mehr ostwärts, sondern in Richtung Süden und erreicht nach 200 km Uljanowsk. Die einstige Festungsstadt erstreckt sich zu beiden Ufern des Kuibyschewer Stausees, des größten Stausees Europas, und war früher eine der reichsten Städte des Zarenreichs. Hier erblickte 1870 Wladimir Iljitsch Uljanow das Licht der Welt, den ihr wahrscheinlich eher unter dem Namen Lenin kennt und nach dem die Stadt noch heute benannt ist.

Das beschauliche Dorf Nowodewitsche am Stausee südlich von Uljanowsk

Der Stausee hat eine Länge von rund 550 km Länge und beginnt südlich von Kasan, umfasst Uljanowsk und zieht sich dann bis nach Toljatti in Richtung Samara, wobei er dem Verlauf der Wolga entspricht. Zwangsarbeiter mussten ihn anlegen und waren auch am Aufbau des 1957 eröffneten Lenin-Wasserkraftwerks beteiligt, das damals das größte derartige Kraftwerk weltweit war.

Samara Wolga
Blick auf das „Weiße Haus“, den Regierungspalast der Regionalverwaltung von Samara, mit dem Denkmal zur Erinnerung an den Sieg im Zweiten Weltkrieg im Vordergrund

Samara

Nach knapp 100 Kilometer macht die Wolga eine hufeisenförmige Schleife und vollzieht so eine Drehung um 180°. Genau in der Mitte dieser Schleife liegt Samara, mit 1,1 Mio. Einwohnern die sechstgrößte Stadt Russlands. Auch Samara war früher eine Festung. Verkehrsgünstig am Zusammenfluss von Wolga und dem Fluss Samara (türkisch für „Steppenfluss“) gelegen, wurde Samara in der Folge auch ein wichtiger Handelsstandort und stieg im 19. Jh. mit seinem Umland zum wichtigsten Zentrum der Getreideverarbeitung Russlands auf. Während des Zweiten Weltkriegs wurde ein Teil der sowjetischen Führung nach Samara evakuiert und man errichtete einen Bunker für Stalin. Der wurde nie bezogen, kann aber heute besichtigt werden. Heute präsentiert sich Samara modern und wird auch wegen seiner Strände von vielen Menschen aus der Umgebung besucht.

Die Wolga bei Engels

Saratow und Engels

Vorbei an der Stadt Sysran geht es knapp 500 km weiter bis in die Doppelstadt Saratow/Engels zu beiden Ufern der Wolga. Engels, benannt nach dem kommunistischen Vordenker Friedrich Engels, zählt nur etwa 200.000 Einwohner und ist damit viermal so klein wie Saratow. Was im Westen nur wenige wissen: Nicht die DDR, sondern die Wolgadeutsche Republik war die erste sozialistische deutsche Republik. Sie hatte ihren Sitz in Engels und verwaltete das Siedlungsgebiet der Wolgadeutschen. Mit dem Vorrücken der deutschen Truppen an die Wolga wurde sie aber aufgelöst und die meisten Wolgadeutschen wurden nach Sibirien und Zentralasien deportiert.

Viel zu sehen gibt es trotz dieser interessanten historischen Episode in der von der Automobil- und Maschinenbauindustrie geprägten Stadt allerdings nicht. Das ist in Saratow schon anders. Saratow verfügt über eine hübsche Altstadt mit vielen Jugendstilbauten und Museen und ist eine bedeutende Universitätsstadt. Es macht Spaß, sich hier durch die Straßen treiben zu lassen, auch wenn viele historische Gebäude noch nicht restauriert wurden.

Russland Sehenswürdigkeiten

Wolgograd

Die Wolga fließt nun etwa 400 Kilometer Richtung Süden, ehe sie die Millionenstadt Wolgograd erreicht. Wolgograd trägt diesen Namen erst seit 1961. Vorher war die Großstadt als Stalingrad bekannt und verkörperte die Schrecken des Krieges, aber auch den Wendepunkt an der Ostfront. Der deutschen Zerstörungswut ist viel von der alten Bausubstanz zum Opfer gefallen und es gleicht einem Wunder, wie die Stadt wie ein Phönix aus der Asche wiederauferstanden ist. An die Schrecken des Krieges, aber auch an den sowjetischen Triumph erinnert die monumentale Statue „Mutter Heimat ruft“. Mit ihren 85 Metern und dem ausdrucksstarken Gesichts gilt sie als eine Ikone sowjetischer Baukunst und als das Symbol des sowjetischen Kampfes gegen Nazi-Deutschland.

Symbol des Widerstands: Die Ruine des sog. Pawlow Hauses wurde während der Schlacht um Stalingrad zwei Monate lang von der Roten Armee gehalten und zum Symbol für den Widerstand gegen die deutschen Angreifer

Aber auch neben der Statue gibt es viel zu sehen, vor allem für Fans stalinistischer Monumentalarchitektur. Die Stadt nahm wegen ihrer Rolle im „Großen Vaterländischen Krieg“ und da sie den Namen Stalins trug natürlich eine Sonderrolle ein und an stalinistischen Prachtbauten herrscht hier kein Mangel. Wolgograd ist daher gerade für Architekturfans spannend.

Abendstimmung in Astrachan (Quelle: Alexxx1979, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, Bild bearbeitet)

Astrachan

So langsam nähert sich die Wolga Schiffsreise schon ihrem Ende zu. Die letzte Großstadt auf der Wolga Kreuzfahrt wird nach weiteren 500 Kilometern erreicht: Astrachan. Astrachan bildet das russische Tor zum Kaspischen Meer und ist Hauptstand Ort der Kaspischen Flotte der russischen Streitkräfte. Die Stadt ist die bisher älteste auf unserer Wolga Schiffsreise und war schon im Frühmittelalter ein bedeutender persischer Handelsposten. Die Stadt gleicht heute einem architektonischen Puzzle mit Gebäuden aus mehreren Epochen und ist daher sehr vielseitig. Deutlich sind hier bereits orientalische Einflüsse zu spüren.

Satellitenaufnahme des Wolgadeltas, rechts seht ihr das Kaspische Meer

Wolgadelta

Wenige Kilometer hinter Astrachan beginnt das Wolgadelta, mit knapp 30.000 km² das größte Flussdelta Europas. Weite Teile der Region stehen unter Naturschutz, da hier viele Zugvögel Halt machen. Besonders bekannt ist das Delta für seine Störvorkommen. Leider kommt es oft zu illegalem Störfang, Kaviar hat in der russischen Küche bekanntlich einen hohen Stellenwert. Die einzigartige Naturlandschaft ist durch den Menschen stark bedroht, auch Verschmutzungen machen der Wolga auf ihren letzten Metern zu schaffen, ehe sie in zahlreichen Armen in das Kaspische Meer mündet, wo unsere Reise entlang der Wolga endet.

Eure Wolga Kreuzfahrt

Wolga Kreuzfahrten werden von zahlreichen deutschen Firmen angeboten, wobei manche die Fahrt in Astrachan beginnen und andere dort enden lassen. Typischerweise umfassen sie auch Moskau. Da die russische Hauptstadt nicht an der Wolga liegt, wird sie über den Moskau-Kanal angefahren, der die Kapitale mit der Wolga verbindet. Für die Strecke Moskau–Astrachan bzw. Astrachan–Moskau werden üblicherweise zwei Wochen veranschlagt, wobei an den wichtigsten Stationen die Möglichkeit besteht, die Städte ausgiebig zu besichtigen. Der Preis fällt natürlich je nach Kabinenart und Ausstattung sehr unterschiedlich aus. Ihr solltet aber mit 1500–2500 Euro kalkulieren.

Buchtipps

Ihr wollt eine Reise auf der Wolga unternehmen und sucht nach praktischen Tipps? Dann ist der Reiseführer Flusskreuzfahrten Russland aus dem renommierten Trescher Verlag genau das Richtige für euch! Er umfasst auch Fahrten auf dem Don, dem Enisej, der Lena und dem Amur.

Wenn ihr euch für schöne Bilder von der Wolga interessiert, dann ist dieser erst 2019 erschienene Bildband perfekt.

Die Wolga nimmt in der russischen Literatur eine überragende Stellung ein. In der Reihe Europa Erlesen ist daher auch ein eigenes Buch erschienen, das sich der Wolga in der Literatur widmet. So könnt ihr bequem zu Hause auf dem Sofa in Gedanken eine Wolga Reise unternehmen!

*  – dieser Link ist ein Partnerlink. Wenn Ihr hierüber etwas kauft oder bestellt, bekommen wir eine kleine Provision. Euch kostet das keinen Cent extra und wir können weiter neue Beiträge für euch schreiben. Danke für eure Unterstützung!

Markus Bingel hat lange in Polen, der Ukraine und Russland studiert und gearbeitet. Als Reisebuchautor zieht es ihn mehrmals im Jahr in die Länder des „Wild East“ – und noch immer ist er jedes Mal fasziniert von dieser Region. Als Co-Gründer des Blogs möchte er euch gerne die unbekannten, spannenden und immer wieder überraschenden Seiten Osteuropas vorstellen.

Andere interessante Artikel

Heute nehmen wir euch mit nach Osten, besser gesagt in den äußersten Osten Russlands, auf die Insel Sachalin. Kommt mit und entdeckt diese einzigartige Insel!

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