Viele verbinden mit Armenien den Konflikt mit Aserbaidschan um die Region Bergkarabach, das verheerende Erdbeben von 1988, das weite Teile des Nordens des Landes zerstört hat, oder den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich. Zugegeben, diese Ereignisse lassen viele erschaudern. 2018 kam es in Armenien zur Samtenen Revolution, bei der der ehemalige Präsident Sersch Sargsjan abgesetzt wurde und das zarte Pflänzchen Demokratie wird seitdem immer weiter gepflegt.
Armenien, das etwa so groß ist wie Brandenburg, ist heute vor allem ein vielseitiges Land, das in den letzten Jahren immer mehr Touristen angezogen hat. Kein Wunder, denn das älteste christliche Land der Welt kann nicht nur unzählige Klöster, prächtige Kathedralen und alte Friedhöfe sein Eigen nennen. Gleich drei alte sakrale Anlagen wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Daneben kann Armenien aber vor allem mit seiner vielerorts noch unberührten Natur punkten. Gerade für Wanderer ist das Kaukasus-Land mit seinen vielen Gebirgszügen, dem Sewansee und zahlreichen Nationalparks ein echtes Paradies, in dem häufig noch traditioneller Tourismus gepflegt wird – also Übernachtungen bei Familien, die ihre Gäste mit ihrer berühmten armenischen Gastfreundschaft umsorgen.
Neben der Natur und den alten Kirchen und Klöstern ist es aber vor allem die armenische Kultur, die Besucher begeistert. Viele Bräuche wirken für uns fremd und exotisch, genau wie die einzigartige armenische Küche. Genug Gründe also, die Reise nach Armenien anzutreten! Auf den folgenden Seite stellen wir euch Armenien und seine Regionen genauer vor, zeigen euch die schönsten Orte und geben euch praktische Tipps für eure Reise.