Belarus, oder Weißrussland, wie es oft auch genannt wird, hat sich im Sommer 2020 aufs internationale Parkett gewagt. Zuvor war Belarus für viele nur ein weißer Fleck auf der Landkarte. Mit den Protesten, die auf die umstrittene Wahl des Präsidenten Lukaschenko folgten, verschafften sich viele Enttäuschte Gehör. Seit 1994 ist Lukaschenko an der Macht und noch immer wirkt hier vieles so wie zu Sowjetzeiten.
Dabei kann das Land auf eine reiche Geschichte zurückblicken. Seine lange Zugehörigkeit zu Polen und Russland haben das noch immer agrarisch geprägte Land stark geprägt. Belarus war zwar wirtschaftlich gesehen nie ein reiches Land, ist dafür aber mit einer wunderschönen Natur gesegnet. Die tiefen Wälder, in denen teilweise noch immer Wisente leben, die vielen Seen und die kalten Winter haben bereits unzählige Literaten inspiriert.
Aber auch die Städte in Belarus sind eine Reise wert. Die Hauptstadt Minsk mit ihren über zwei Millionen Einwohnern im Herzen des Landes ist ein Eldorado für Fans von klassizistischer und Sowjetarchitektur. In der ehemaligen Heldenstadt Brest im Westen des Landes könnt ihr in der Gedenkstätte vieles über den Zweiten Weltkrieg und die Belagerung der Stadt erfahren, lernt aber gleichzeitig auch viel über das sowjetische Selbstverständnis. Aber auch in anderen Landesteilen gibt es viel zu entdecken.
Kommt mit uns mit ins unbekannte Belarus und erfahrt auf den folgenden Seiten mehr über seine schönsten Regionen, die Menschen und warum Belarus nicht mit Russland gleichgesetzt werden sollte!