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Südukraine Sehenswürdigkeiten

Südukraine – Sehenswürdigkeiten und Attraktionen rund um die Schwarzmeerküste

Inhaltsverzeichnis

Wer an die Südukraine denkt, der hat wahrscheinlich die Strände der Schwarzmeerküste vor Augen oder die lebendige Küstenmetropole Odessa. Dabei gibt es hier eine ganze Reihe von einzigartigen Naturlandschaften und Orten, die ihr unbedingt sehen solltet. Wir haben für euch mal die schönsten Südukraine Sehenswürdigkeiten zusammengestellt. Wir finden, dass alle davon einen Besuch lohnen.

Odessa

Odessa war schon immer ein Schmelztiegel der Kulturen. Bis heute ist dieses internationale Flair zu spüren, das hier einst Ukrainer, Russen, Juden, Deutsche, Griechen, Bulgarien, Armenier und viele andere Kulturen in die Stadt zog. Das Opernhaus gehört zu den schönsten der Ukraine und eine Vorstellung hier zu erleben ist ein einmaliges Erlebnis. Auch die Potemkinschen Treppen sollte jeder Besucher von Odessa einmal hinaufsteigen, schließlich wurden hier die berühmten Szenen des Films Panzerkreuzer Potemkin von Sergei Eisenstein gedreht. An den Sandstränden lässt es sich wunderbar sonnenbaden bevor es für einen Cocktail in das aufregende Nachtleben der Stadt geht.

Donaudelta

Das Donaudelta ist eine der schönsten Naturregionen Europas. Auch wenn vor allem der rumänische Teil schon eine gewisse Bekanntheit erlangt hat, gibt es auch auf der ukrainischen Seite einiges zu sehen. Und für die Wildtiere gibt es sowieso keine Grenzen. So könnt ihr hier auch auf der ukrainischen Seite unter anderem Pelikane beobachten, die hier den Sommer über verbringen.

In dem malerischen Dorf Wylkowe mit seinen kleinen Kanälen könnt ihr bei Einheimischen in den Gästehäusern übernachten und von hier Bootsausflüge zum Kilometer 0 unternehmen. Am Abend gibt es frische Fischsuppe und gegrillte Spezialitäten. Das Donaudelta ist eines der schönsten Naturerlebnisse der Ukraine.

Akkerman-Festung

Die Akkerman-Festung ist die beeindruckendste Festungsanlage an der ukrainischen Schwarzmeerküste. Hier stand bereits zur Zeit der Griechen eine Siedlung. Die Festung diente im Mittelalter der Beherrschung der Dnistermündung. Die Festungsmauern gehörten zu den besten der Region. Sie schützten Genueser, Litauern, Moldauer, Türken und Russen vor den jeweiligen Angreifern. Heute lässt sich die riesige Anlage besichtigen und ihr könnt mehr über das Leben in der mittelalterlichen Festung erfahren.

Südukraine Sehenswürdigkeiten

Cherson

Cherson liegt nicht nur landschaftlich reizvoll unweit der Mündung des Dnipro. Ursprünglich gehörte die Stadt lange zum Krimkhanat, kam jedoch unter Katharina II. unter russische Herrschaft. Die Reste der damaligen Festung mit der Katharinenkathedrale zeugen bis heute davon. Am Hafen herrscht bis heute ein maritimes Flair, von dem auch die Einwohner gern erzählen, denn Cherson war bis zur Unabhängigkeit der Ukraine auch ein Stützpunkt der russischen und sowjetischen Schwarzmeerflotte.

Fischer-Inseln

Die Fischer-Inseln bei Cherson sind eine echte Besonderheit. Sie liegen in den Verzweigungen des Dnipro. Hier gibt es kleine Hütten die zum Teil ganzjährig bewohnt sind und deren Bewohner teils mit dem Boot zu Arbeit fahren oder bis heute mitunter vom Fischfang leben. Auch hier gibt es eine große Artenvielfalt an Vögeln und sogar Wasserschlangen, die ihr auf einer Bootstour ab dem Hafen von Cherson sehen könnt. Für diejenigen mit viel Geduld, lohnt sich eine Verlängerung der Tour zum einzigartigen Leuchtturm von Adschihol, der der erste Turm in der Form eines Rotationshyperboliden war.

Naturschutzgebiet Askania Nowa

Ein weiteres Unikat der Südukraine ist das Reservat Askania Nowa. In diesem Naturschutzgebiet leben mehr als 50 Arten auf über 300 Quadratkilometern mitten in der Steppe der Südukraine. Ursprünglich sogar eine Kolonie der Grafen von Anhalt und als Schafzucht geplant, wurde sie ab Ende des 19. Jahrhunderts von Friedrich Falz-Fein als Naturreservat genutzt. So züchtete er hier unter anderem Antilopen. Später kamen hier auch Pferde, Zebra und auch Przewalski-Pferde hinzu. In Askania Nowa wurden sie als einer der wenigen Orte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiter gezüchtet. Sonst wäre diese Art ausgestorben. Heute könnt ihr dieses Reservat bei einer Safari besichtigen.

Sywasch

Der Siwasch oder auch Siwaschsee ist dabei ein System kleiner Buchten an der westlichen Spitze des Asowschen Meeres, das von ukrainischen Festland und der Krim umgeben wird. Jedoch ist der Sywasch geographisch vom Asowschen Meer durch die Arabat-Nehrung getrennt. Durch die geringe Wassertiefe von maximal 3 Meter und der Verdunstung im Sommer, steigt der Salzgehalt mitunter auf bis zu 30% an, was dem des Toten Meeres entspricht.

Durch eine hier lebende Algenart färbt sich das Wasser gar rosa und wird daher oft auch Rosa Salzsee bezeichnet. Die vorhandenen Mineralien werden gewonnen und an Heilbäder im Ausland verkauft.

Dscharylhatsch

Dscharylhatsch ist die größte Insel der Ukraine und des gesamten Schwarzen Meeres und mit einer Fläche von 56 Quadratkilometer ungefähr doppelt so groß wie die Nordseeinsel Norderney. Die Insel ist unbewohnt, es gibt jedoch einige Camps und Restaurant auf der viele Ukrainer den Urlaub verbringen oder für ein Wochenende hierher kommen. Auf der Insel gibt es zudem mehrere. Die Tierwelt der Insel ist streng geschützt und neben Wildschweinen leben hier unter anderem Hirsche und Muflons. Tagsüber kommen viele Gäste aus dem nahen Skadowsk und nutzen die wunderschönen Sandstrände für den Badeurlaub. Vom Ufer aus lassen sich häufig Delfine beobachten.

Oleschky-Sande

Die Oleschky-Sande sind die größte Wüste der Ukraine. Sie sind zwar als Halbwüste deklariert, jedoch kann es hier im Sommer unbeschreiblich heiß werden. Es gibt noch einige Restvegetation in den Dünen und die 300 Quadratkilometer große Halbwüste wird von Kiefern- und Pinienwäldern begrenzt, die angepflanzt wurden, um die Ausbreitung der Düne zu verhindern. Heute könnt ihr die Halbwüste auf Wanderungen erkunden und mitunter sogar Schlangen hier sehen. Jedoch ist eine Anmeldung vorher dringend erforderlich, da die Wüste zu Sowjetzeiten Truppenübungsplatz war und noch überall Munitionsreste herumliegen. Auf geführten Touren erfahrt ihr mehr über Flora und Fauna dieser einzigartigen Landschaft.

Mykolajiw

Mykolajiw ist nach Odessa die zweitgrößte Stadt der Südukraine und Hauptstadt des gleichnamigen Oblasts. Die Stadt ist vor allem für ihren Schiffbau bekannt, wovon ihr euch im Museum des Schiffbaus und der Flotte überzeugen könnt. Hier wird die Geschichte der Stadt als Werftstadt der Schwarzmeerflotte erzählt. Zu Fuße des Stadtplateaus unterhalt der Brücke könnt ihr ein Ausflugsboot besteigen und die Stadt vom Wasser aus bewundern, was zweifellos die standesgemäße Variante einer Stadtbesichtigung in Mykolajiw ist.

Kinburn-Halbinsel

Die Halbinsel Kinburn ist wie Dscharylhatsch ein echtes Naturparadies. Über 600 Pflanzenarten wachsen und mehr als 4000 Tierarten hier, von denen viele nur hier zu finden sind. So gibt es hier ein riesiges Orchideenfeld, das in Europa einzigartig ist. Die Salzpfannen und Feuchtgebiete mit einigen Kiefernwäldern geben der Halbinsel ein besonderes Flair. An der Spitze stand bis nach dem Krimkrieg eine türkische Festung, die jedoch nach der Niederlage abgebaut werden musste.

Museum der Strategischen Raketenstreitkräfte der Sowjetunion

Wie es wohl wäre, wenn ihr den roten Knopf drücken müsstet und damit ganze Länder auslöschen könntet? Im Museum der Strategischen Raketenstreitkräfte der Sowjetunion könnt ihr euch genau in diese Lage versetzen, denn in diesem früheren Raketensilo warteten sowjetische Interkontinentalraketen auf ihren Abschuss in Richtung Westeuropa. Auf der Führung durch das Gelände fahrt ihr elf Stockwerke nach unten und sehr, wie die Besatzung des Silos den Atomkrieg überlebt hätte. Zudem sehr ihr allerlei Raketentechnik und erfahrt alles über das Nuklearwaffenprogramm der Sowjetunion. Bonus: Wenn ihr den roten Knopf drückt, wird tatsächlich der originale Ton ausgelöst, den es bei einem Atomraketenabschuss gegeben hätte. Gruselig!

Felsencanyon des Südlichen Bugs

Der Südliche Bug entspringt in der Westukraine, fast 100 Kilometer von der Oblasthauptstadt Chmelnyzkyj entfernt und fließt von dort über 800 Kilometer durch die Ukraine. Nördlich von Mykolajiw durchschneidet er eine Granitplatte, was eine einzigartige Felslandschaft mit Canyons entstanden ist. Hier könnt ihr nicht nur hervorragend wandern gehen, sondern auch mit Schlauchbooten den reißenden Strom hinunter fahren. Dieses Erlebnis gehört sicherlich zu den spannendsten auf eurem Trip in die Südukraine.

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Peter Althaus ist Journalist, Autor und Blogger. 2011 hat er das Reiseblog Rooksack gegründet. Doch seine eigentliche Liebe ist immer schon Osteuropa gewesen. Mittlerweile lebt er in Lwiw in der Ukraine und führt dort einen Reiseveranstalter. Da er aber weiter gern schreibt, gibt es heute Wild East – das Osteuropa-Reiseblog.

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