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Estland Sehenswürdigkeiten

Estland Reisezeit – Die beste Zeit für einen Urlaub in Estland

Inhaltsverzeichnis

Zu jeder Zeit ist es besser nach Estland zu fahren, als es nicht zu tun! Jede Zeit hat ihren Reiz, zumal die Jahreszeiten stark ausgeprägt sind. Mit etwas Glück erlebt ihr im Sommer wochenlang stabiles, trockenes Wetter und im Winter Schneezauber und knackigen Frost. Musikfans sollten außerdem einige wiederkehrende Festivaltermine in die Reiseplanung einbeziehen.

Sommer in Estland: Baden, Radeln und helle Nächte

Für viele Aktivitäten bieten sich die Sommermonate in Estland als entspannte Estland Reisezeit an. Juli und August sind die wärmsten Monate und die mit dem stabilsten Wetter. An den wichtigsten Touristenzielen kann einiges los sein, wirklich überfüllt ist es aber selten und dann am ehesten in der Tallinner Innenstadt, wenn die Kreuzfahrtschiffe da sind. Meistens bedeutet „stark besucht“ in Estland, dass sich an ein kleiner Besucherparkplatz an einem Ausflugsziel im Laufe des Tages füllt. Denn auch viele Esten nutzen die Ferien, um die Ausflugsziele des Landes zu besuchen: Leuchttürme, Lehrpfade, markante Punkte an der Küste oder ein Restaurant auf dem Land.

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Strandvergnügen in Pärnu

Estland Reisezeit: Baden

Der populärste Strand des Landes ist der in Pärnu. Hier findet ihr typisches sommerliches Strandleben mit Strandbars und Beachvolleyball. Die meisten Badeplätze andernorts jedoch sind kaum touristisch erschlossen: Außer einem versteckt liegenden Parkplatz und einigen Umkleide-Sichtschutzwänden gibt es häufig keine Infrastruktur. In warmen Sommern erreicht die Ostsee eine angenehme Temperatur, doch richtig warm wird das Wasser nie. Eine gute Möglichkeit zum Baden sind auch die Seen. Am Viljandi-See oder am Tamula-See in Võru gibt es schöne Uferpromenaden und Strandleben.

Kultur- und Stadturlaub im Sommer

Selbst in einem für estnische Verhältnisse heißen Sommer ist eine Städtereise kein Problem – die Temperaturen sind dann immer noch angenehm, um längere Pflasterspaziergänge zu unternehmen. Und am Abend wird es kaum oder erst sehr spät dunkel, die Straßencafés sind belebt, Touristen und Einheimische kosten den kurzen Sommer in vollen Zügen aus.

Johannistag – die hellste Nacht des Jahres

Zum Johannistag finden die längsten Feiern in der hellsten Nacht des Jahres statt, am 24. Juni. Als Besucher ist das aber zweischneidig – es ist auch die einzige Zeit im Jahr, zu der in Estland viele Einrichtungen schließen. Die Esten fahren in ihre Sommerhäuser, weshalb auch die Fähren auf die Inseln vor und nach dieser Zeit stark ausgebucht sind.

Ihr solltet vor allem beim Besuch der Inseln prüfen, ob Großveranstaltungen stattfinden und die Fähren daher ausgebucht sein könnten. Außer zu Mittsommer kann das zum Beispiel bei den Operntagen in Kuressaare oder während der Rally Saaremaa der Fall sein.

Winter in Estland: Weihnachtszauber und Eisangler

Ein Winter in Estland ist ein besonderes Erlebnis. Wenn ihr Estland im Winter besucht, werdet ihr ein anderes Land kennenlernen als im Sommer. Natürlich kann man, wenn man Pech hat, auch in Estland einen milden, matschigen Winter erwischen. Die Nähe zur Ostsee sorgt trotz der nördlichen Lage für immer noch vergleichsweise mildes Wetter. Nur bedeutet „mild“ in diesem Fall, dass das Thermometer im Januar durchaus auf -25 °C und tiefer fallen kann, wochenlang alles unter Schnee versinkt und die Ostsee zufriert – dann hat man einen richtigen Winter erwischt.

Wundervoll beleuchtete Städte

Auf jeden Fall wird die Tallinner Altstadt zauberhaft beleuchtet sein und der heiße Kakao im Café schmeckt noch besser als sonst. Auf dem Rathausplatz findet alljährlich ein sehenswerter Weihnachtsmarkt statt.

Eisige Naturschönheiten

Auch auf dem Land bietet der estnische Winter besondere Aussichten: Meeresbuchten oder Wasserfälle können zufrieren, besonders beeindruckend zu sehen am „Jägala juga“ nicht weit von Tallinn. Und wenn es sehr lange kalt war, werden offizielle Eisstraßen freigegeben, sodass es möglich ist, ohne Fähre nach Saaremaa oder über die Bucht von Haapsalu zu fahren.

Und die Esten wissen noch mehr mit dem Winter anzufangen: Für die Eisangler auf dem Peipussee ist Hochsaison, wenn es wochenlang gefroren hat und sie mit den verrückten umgebauten Autos zum Fische fangen herausfahren, wie dieses Video zeigt:

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Frühjahr und Herbst in Estland: Natur im Wechsel

Im Frühjahr und Herbst braucht man etwas Glück, um gutes Wetter zu erwischen. Aber auch diese Zeiten lohnen einen Besuch, abgesehen davon dass es günstiger und leerer ist. Insbesondere für Naturfreunde bieten sich besondere Schauspiele. So lockt der Vogelzug im Frühjahr Birdwatcher in die Nationalparks an der Küste (vor allem Matsalu und Vilsandi, aber auch im Lahemaa-Nationalpark). In Soomaa wird das Sumpfland weitläufig überflutet, wenn der Schnee schmilzt. Die Esten sprechen dort von der fünften Jahreszeit. Und im Herbst lassen sich in den Sümpfen und Mooren wundervolle Stimmungen einfangen, sei es bei Nebel oder wenn die bunten Birken in der tiefstehenden Sonne leuchten.

Festivals das ganze Jahr

Das ganze Jahr über habt ihr die Chance, auf Festivals etwas vom estnischen Kulturleben mitzunehmen. Neben den bereits erwähnten Operntagen auf Saaremaa gibt es viele weitere: Jazz beim Jazzkaar, Filme beim PÖFF, dem „Filmfestival der dunklen Nächte“, bei der Tallinn Music Week oder beim Viljandi Folk. Die Esten sind nicht nur naturverbunden, sondern sie sind auch begeisterte Konzert- und Theatergänger!

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