Gleiwitz – wer es hört und sich für Geschichte interessiert, der denkt als erstes an das unwürdige Propaganda-Schauspiel der Nazis: die angebliche Erstürmung des Soldatensenders Gleiwitz. Mit dem vermeintlichen Angriff polnischer Soldaten auf den Sender begründete Adolf Hitler den Überfall auf Polen und damit den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Dabei war der Überfall von SS-Männern vorgetäuscht worden. Ein Vorwand, um Polen anzugreifen.
Doch man könnte diese Episode der Weltgeschichte schnell vergessen, wenn man durch die quirlige Metropole im Polen von heute schlendert. Denn auf den zweiten Blick und mit etwas Hintergrundwissen, wird jeder Ausflug nach Gleiwitz zu einem Spaziergang zwischen deutscher Geschichte und polnischer Gegenwart — und das mit einer eigenen schlesischen Seele. Gleiwitz ist dabei Breslau ähnlich – nur kompakter und ohne die Touristenmassen.
Gliwice – das sollte man wissen
Gliwice (auf Deutsch: Gleiwitz) ist mit rund 170.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt in der Metropolregion Oberschlesien. Mit der Niederlage Nazideutschlands im Vernichtungskrieg wurden die deutschen Einwohner aus Schlesien vertrieben. Aus dem deutschen Gleiwitz, das anders als das nur 35 Kilometer entfernte Kattowitz in der Zwischenkriegszeit noch zum Deutschen Reich gehörte, wurde das polnische Gliwice. Die Schächte und Hütten der Stadt lieferten der von Moskau diktierten Volksrepublik Polen wichtige Rohstoffe und Güter. Die Industriegeschichte Schlesiens zeigt sich bis heute. Anders als im Ruhrgebiet laufen viele Steinkohleschächte hier bis heute. Doch auch in Gliwice zeigt sich der Wandel Polens von einem heruntergewirtschafteten Volksrepublik zu einer modernen Demokratie mit einem Wirtschaftswachstum, von dem wir in Deutschland nur träumen können. Der wunderschöne Marktplatz mit seinem typischen Rathaus, die alten Jugenstilhäuser, die Fabrikantenvilla Caro oder auch der weltberühmte Sender Gleiwitz sind mehr als genug Gründe Gliwice als Zwischenstopp in Polen einzuplanen. Gleiwitz bietet sich als Tagestrip von Kattowitz, Breslau oder Krakau an. Die Stadt bietet aber auch durchaus genug, um hier einen Kurzurlaub zu absolvieren oder um sie als Basis für Ausflüge in die Umgebung zu nutzen. So verpasst ihr auch die günstigen und leckeren Restaurants hier nicht.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Gliwice
Sender Gleiwitz (Radiostacja Gliwicka)
Wer dieses einfache Holzbauwerk anschaut, der würde vermutlich nicht darauf kommen, dass sich hier einst ein bizarres Kapitel der Weltgeschichte abgespielt hat. Gebaut 1935, diente der Turm als Sendemast des Senders Gleiwitz. Das war auch der Grund, warum in der Nacht vom 31. August auf den 1. September 1939 SS-Männer in polnischen Uniformen hier aufkreuzten und einen Überfall vortäuschten – der sogenannte „Gleiwitzer Zwischenfall“. Sie lieferten damit den offiziellen deutschen Vorwand für den Überfall auf Polen, den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Heute ist es ein Museum, in dem alte Rundfunktechnik gezeigt und die Geschichte dieses Ortes und der Folgen der Ereignisse gezeigt wird. Aber auch die beeindruckende Holzarchitektur ist einen genauen Blick wert. Schließlich hat sie die Naziherrschaft und den Kommunismus überlebt. Unbedingt anschauen!

Seidenhaus Weichmann von Erich Mendelsohn (Dom tekstylny Weichmanna)
Als ich die ersten Male in Gliwice war, hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung, dass sich ein echter Schatz der Architekturgeschichte in Gliwice verbirgt. Das Seidenhaus Weichmann an der Ul. Zwycięstwa 37, der ehemaligen Wilhelmstraße, wurde 1921/22 vom deutschen Architekten Erich Mendelsohn errichtet und gilt als eines der ersten Kaufhäuser der Moderne und soll ein Vorbild für viele Kaufhausprojekte später gewesen sein. Es wurde 1923 sogar auf der Bauhaus-Ausstellung gezeigt. Es verbindet funktionalistische mit expressionistischen Elementen. Als eines der bedeutendsten Objekte moderner Architektur in Oberschlesien, glauben einige in der Stadt, dass es eine Chance Polens auf ein weiteres Unesco-Welterbe sein könnte.
Errichtet für den Textilhändler Erwin Weichmann, diente es ursprünglich als Stoff- und Textilgeschäft. Die Geschichte des Hauses ist dabei auch eine bewegte: 1932 verließ die jüdische Besitzerfamilie Weichmann Gleiwitz und wanderte in die USA aus. Erich Mendelsohn verließ Deutschland ein Jahr später, wegen der Machtergreifung der Nationalsozialisten.
Nach Jahrzehnten des Verfalls wurde das Gebäude schließlich saniert und in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Seit 2008 erinnern eine Gedenktafel und eine Informationstafel am Eingang an Mendelsohn. Heute beherbergt das Haus unter anderem eine Bank.

Altstadt und Marktplatz (Rynek)
Der Rynek (Ring) ist das Herzstück der Stadt und ein richtig schöner Marktplatz zum Sitzen und Beobachten. Umgeben von farbenprächtigen Bürgerhäusern, ziehen vor allem das Rathaus und der Neptunbrunnen die Blicke auf sich. Bei meinem ersten Besuch in der Stadt, bei dem ich wegen einer Autopanne gestrandet bin, habe ich mich einfach in ein Restaurant mit Blick auf den Platz gesetzt und die Aussicht genossen. Diese Tradition habe ich bisher immer aufrecht erhalten. Sie ist ein gemütlicher Einstieg in einen Besuch in Gleiwitz.
Haltet unbedingt Ausschau nach dem Haus Rynek 22 – ein wunderschönes Jugendstilgebäude, das mit seiner filigranen Fassade aus der wilhelminischen Ära ein echtes Highlight ist.

Piastenburg (Zamek Piastów Śląskich)
Die Piastenburg ist eines der ältesten erhaltenen Gebäude der Stadt. Zunächst war sie Teil der Stadtmauern, später wurde das gotische Gebäude, welches heute zu sehen ist, hier errichtet. Die Funktion des Gebäudes ist weiterhin Bestandteil der Forschung. Bekannt ist, dass das Gebäude aber lange als Gefängnis diente. Tatsächlich war es wohl nie ein Schloss, wie der Name zamek im Polnischen hergeben würde. Der Name kam wohl erst in der 1980er Jahren auf. Heute beherbergt die Piastenburg das Muzeum w Gliwicach – mit Sammlungen zur Stadtgeschichte, Archäologie und Kunstgeschichte.
Allerheiligen-Kirche (Kościół Wszystkich Świętych)
Eine der ältesten Kirchen der Stadt – gotische Ursprünge, barocker Umbau. Der imposante Turm überragt alles in der Umgebung. Leider hatte ich das Pech jedes Mal unter der Woche in Gliwice zu sein, sodass ich den Turm nicht besuchen konnte. Kein riesiger Dom, aber gerade das macht sie sympathisch: intim, etwas verwittert. Für Kirchenfreunde ein Pflichttermin, für alle anderen ein schöner kurzer Stopp auf dem Weg durch die Altstadt.

Kathedrale St. Peter und Paul (Katedra Świętych Apostołów Piotra i Pawła)
Die große evangelische Stadtkirche am Rande der Altstadt ist ein imposanter Backsteinbau – der mächtigste Bau in der Altstadt und architektonisch beeindruckend. Innen sehr hell, schlicht und würdevoll. Ein guter Kontrast zur deutlich älteren Allerheiligen-Kirche. Die Türme sieht man von weit her.
Jugendstil und Wilhelmismus: Architektur-Spaziergang durch Gliwice
Ich liebe Architektur und bewundere immer wieder, was Menschen so erschaffen können. Das bringt uns auch zu meinem persönlichen Geheimtipp für Gliwice: Die Stadt ist ein Open-Air-Museum der Gründerzeit und des Jugendstils. Es lohnt sich, einfach durch die Straßen zu schlendern und zu staunen. Das kostet nichts und bei genauerem Hinschauen entdeckt man hier und dort Zeugnisse der Vergangenheit. Folgende Adressen solltet ihr euch vormerken:
Straße Zwycięstwa (Wilhelmstraße) – die ehemalige Hauptpromenade der deutschen Zeit, flankiert von prächtigen Gründerzeithäusern. Man meint, man sei in Breslau oder Posen. Dazwischen einige Bauten aus der Moderne der Zwischenkriegszeit.
Częstochowska 15 – ein wunderschönes Jugendstilgebäude. Fassade voller organischer Ornamente, florale Motive.
Kościuszki 50 – ein weiteres architektonisches Kleinod. Wilhelminische Architektur vom Feinsten, mit aufwendig gestalteter Fassade.
Joachima Lelewela 6 – ein etwas zurückhaltenderes, aber sehr elegantes Stadthaus, das durch den Efeubewachs auch noch sehr gemütlich und natürlich wirkt.

Villa Caro
Die Villa Caro ist eine spätneoklassizistisch-historistische Villa aus dem späten 19. Jahrhundert und heute Teil des Stadtmuseums. Das Gebäude selbst ist wunderschön – außen elegant, innen mit Wechselausstellungen. Bei meinem letzten Besuch gab es eine Ausstellung zu Zdzisław Beksiński, der manchmal auch der polnische HR Giger genannt wird.

Grüne Oasen und urbane Überraschungen
Palmenhaus (Palmiarnia Gliwicka)
Apropos durchatmen. Wer hätte gedacht, dass Gliwice ein Tropenhaus hat? Ich jedenfalls nicht. Die Palmiarnia ist ein wunderschönes historisches Gewächshaus mit tropischen Pflanzen, Palmen und einem kleinen Zoo-Bereich. Klingt nach Schulausflug, ist aber tatsächlich charmant und eine hervorragende Idee für einen Regentag – oder einfach so.

Ruine des Victoria-Theaters (Ruiny Teatru Victoria)
Einer meiner liebsten Orte in Gliwice: die Ruine des ehemaligen Victoria-Theaters mitten in der Stadt. Das Gebäude wurde 1945 beim sowjetischen Einmarsch in Brand gesteckt und nie wieder aufgebaut. Doch seit den 1990er-Jahren bemüht sich ein Verein um eine Wiederbelebung des Theaters aber unter Beibehaltung als Ruine. Hier finden dann Kulturveranstaltungen statt: Konzerte, Filmvorführungen und natürlich Theateraufführungen.

Hauptpost (Poczta Główna)
Ja, das ist eine Empfehlung für ein Postgebäude – aber was für eins! Die ehemalige Reichspost ist ein wuchtiger wilhelminischer Prachtbau, der zeigt, wie sehr die Kaiserzeit in Gleiwitz investiert hat. Man geht heute noch rein und gibt Pakete auf – in einem Gebäude, das aussieht wie ein kleines Schloss. Unbedingt einen Blick hineinwerfen.
Industriekultur und Wandel: Nowe Gliwice und der Kanal
Nowe Gliwice
Das alte Kokerei-Gelände der ehemaligen Kokerei Gliwice wurde zum Kulturzentrum umgebaut – und das ziemlich gut. Riesige Industriehallen, Schornsteine, eine Atmosphäre zwischen Ruhrpott-Romantik und polnischem Aufbruchsgeist. Hier finden Konzerte, Ausstellungen, Märkte und Events statt. Selbst wenn gerade nichts los ist, lohnt sich der Besuch für die Architektur allein. Für alle, die den Landschaftspark Duisburg mögen: Hier ist das polnische Pendant.
Gleiwitz-Kanal (Kanał Gliwicki)
Der Kanal verbindet Gliwice mit dem Hafen Koskoś und war lange Zeit einer der wichtigsten Industriekanäle Schlesiens. Heute ist er eine wunderschöne Flaniermeile. Der Weg entlang des Kanals – besonders in Richtung Osten – ist einer der entspanntesten Spaziergänge, die ich in Gliwice gemacht habe. Grün, ruhig, mit Blick aufs Wasser. Perfekt für den frühen Abend.
Geschichte, die man nicht vergessen sollte
Die jüdische Gemeinde von Gleiwitz hatte einst eine bedeutende Geschichte – und die Spuren davon kann man noch heute sehen.
Haus der Erinnerung an die Juden Oberschlesiens (Dom Pamięci Żydów Górnośląskich)
Die frühere jüdische Begräbnishalle neben dem neuen jüdischen Friedhof ist ein kleines neogotisches Juwel aus dem frühen 20. Jahrhundert. Sie wurde nach einem Entwurf des Wiener Architekten Max Fleischer gebaut. Die Stadt erwarb das Haus Anfang der 2000er Jahre, sanierte es und richtete hier das Museum für die Juden Oberschlesiens ein. In der 150 Quadratmeter großen Ausstellung wird die Geschichte der Juden Oberschlesiens vom 13. Jahrhundert bis zum Holocaust gezeigt.
Neuer jüdischer Friedhof (Nowy cmentarz żydowski)
Der jüdische Friedhof ist einer der am besten erhaltenen seiner Art in Schlesien. Auf den 1,7 Hektar sind rund 600 Grabsteine erhalten geblieben. Hier gibt es zudem ein Grabmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen jüdischen Soldaten.
Alter jüdischer Friedhof (Stary cmentarz żydowski)
Der alte jüdische Friedhof wurde erstmals um 1815 belegt. Rund 700 Gräber finden sich hier in der Nähe des Hauptbahnhofs noch. Die alten Grabsteine lassen erahnen, was für eine lange und reichhaltige jüdische Geschichte die Stadt hatte und welche Kultur durch den nationalsozialistischen Vernichtungskrieg ausgelöscht wurde, der durch eine Lüge in der Stadt seinen Lauf nahm.

Essen und Trinken: Leckeres aus der schlesischen Küche
Gliwice hat eine kleine, aber wachsende Gastro-Szene, die über das übliche Polska-Kuchnia-Repertoire hinausgeht.
Restaurants und Kantinen: Hier gibt es leckere schlesische und polnische Küche
Bar Mikrus – Keine Milchbar sondern eher ein Mini-Restaurant unweit des Ryneks. Hier wird noch frisch gekocht. Pierogi ruski meist schon mittags ausverkauft. Ich hatte ein Kotlett schabowy (wie Schnitzel). Es wurde frisch geklopft und zubereit, während ich da war und schmeckte großartig.
Boska — Etwas teurer aber dafür direkt am Rynek und im Sommer mit fantastischem Blick über den Platz. Großartig um eine schlesische Roulade (Rolady śląskie) zu essen — ein unbedingtes Muss.
Bar Teatralny – Ein paar Meter zu laufen aber nicht weit. In der Bar Teatralny gibt es alles, was das Herz für die polnische Küche begehrt: Bigos, Pierogi, Żurek – alles für ein paar Złoty. Authentische Milchbar.

Cafés, Bars, Ausgehen: Hier lässt es sich gut tagsüber oder nachts abhängen
Minibrowar Majer – Lokales Craft-Bier, gemütliche Atmosphäre, lange Abende. Der ideale Ort, um den Tag ausklingen zu lassen.
Café & Wein-Bars rund um den Rynek – Die Außengastronomie am Marktplatz macht besonders im Sommer Spaß. Einfach setzen, Bier oder Wein bestellen und das Leben beobachten.
Kino Amok – Dieses Kino aus den Zwanziger Jahren zeigt auch ausländische Filme mit polnischen Untertiteln. Tolle modernistische Architektur.

Übernachten in Gliwice
Hotel Diament Plaza Gliwice* – Ein 4-Sterne-Haus in einer schönen Gründerzeit-Kamienica direkt in der Innenstadt, nur wenige Schritte vom Rynek entfernt. Klassisch-elegante Zimmer, gutes Restaurant und Lobby-Bar – solide erste Wahl, wenn’s zentral und komfortabel sein soll.
Jasna SportHotel & SPA* – Apartment-Hotel mit ausgedehntem Wellnessbereich: Saunen, Whirlpools, Pool, dazu Kletterwand, Tennis- und Squashplatz. Perfekt für alle, die nach dem Sightseeing noch Sport treiben oder einfach entspannen wollen – etwas außerhalb des Zentrums, aber gut angebunden.
Studio na Średniej – Gliwice Old Town Studio Flat* – Kompaktes, frisch renoviertes Apartment in einem Gebäude aus den 1920er-Jahren, fußläufig zur Altstadt. Ideal für alle, die unabhängig wohnen und sich selbst versorgen möchten – mit eigener Küchenzeile und viel Lokalkolorit.
K2 Loft apartHotel* – Modern gestaltete, stilvolle Apartments mit Liebe zum Detail, rund einen Kilometer vom Zentrum entfernt. Auch die Arena Gliwice ist bequem zu Fuß erreichbar – eine gute Option für längere Aufenthalte oder alle, die mehr Platz und Privatsphäre schätzen.

Feste und Festivals in Gliwice
Biennale Gliwice – Alle zwei Jahre im Sommer findet die Biennale in Gliwice statt und bespielt mit kostenlosen Konzerten, Kunstinstallationen, Streetart und Performances den öffentlichen Raum der Stadt.
Kierunek GZM – Das Festival für Mikroabenteuer findet alle zwei Jahre statt und ermöglicht Einblicke in Seiten von Gliwice, die Besuchern sonst oft verborgen bleiben. Viele Veranstaltungen sind zudem mit Performances verbunden. Ich habe so einen interessanten Einblick in die Ruine des Victoria-Theaters bekommen.
True Tone Festival – Findet jährlich im Mai in den stimmungsvollen Ruinen des Teatr Victoria statt. Über mehrere Tage treten dort verschiedene Musikerinnen und Musiker auf – die einzigartige Kulisse der Theaterruine macht das Festival zu einem der optisch eindrucksvollsten Events der Stadt.
Praktisches für die Reise
Anreise: Gliwice ist von Krakau in ca. 1,5 Stunden mit dem Zug erreichbar, von Breslau in etwa 2 Stunden. Wer mit dem Auto kommt: Parkplätze gibt es in der Nähe des Rynek. Viele mittlerweile kostenpflichtig.
Wann hin? Frühling und Herbst sind ideal – die Stadt ist grüner bzw. farbenprächtiger, die Temperaturen angenehm. Im Sommer kann es heiß werden, aber der Kanal und die Parks helfen.
Sprache: Polnisch natürlich, aber mit Englisch kommt man gut durch. Manche Einwohner sprechen auch Deutsch.
Budget: Gliwice ist günstiger als Krakau oder Breslau. Essen, Trinken und Museen kosten deutlich weniger als in deutschen Städten vergleichbarer Größe.
Buchtipps für Gliwice und Oberschlesien
Die vergessene Grenze. Eine deutsch-polnische Spurensuche von Oberschlesien bis zur Ostsee
Dieses Buch begibt sich auf eine persönliche und historische Reise entlang der ehemaligen deutsch-polnischen Grenze und beleuchtet, wie sich Landschaften, Städte und das Zusammenleben der Menschen seit den Grenzverschiebungen des 20. Jahrhunderts verändert haben. Für Leser, die sich für die wechselvolle Geschichte Oberschlesiens und die deutsch-polnischen Verflechtungen interessieren, bietet es einen einfühlsamen und zugleich informativen Einblick in eine Region im ständigen Wandel.
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Reise Know-How Polen Der Süden
Als praktischer Reiseführer deckt dieser Band den gesamten Süden Polens ab, von Oberschlesien über Krakau bis zu den Beskiden. Er verbindet fundierte Hintergrundinformationen zu Geschichte und Kultur mit konkreten Reisetipps zu Unterkünften, Verkehrsmitteln und Sehenswürdigkeiten. Für alle, die Oberschlesien im Rahmen einer größeren Polen-Reise erkunden möchten, liefert er eine solide Grundlage zur Orientierung und Routenplanung.
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Gleiwitz in alten Postkarten
Dieses Buch von Richard Pawelitzki versammelt alte Ansichtskarten von Gleiwitz. Dadurch gibt es einen schönen Überblick über die Geschichte der Stadt seit dem späten 19. Jahrhundert.
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Lohnt sich ein Besuch in Gliwice?
Gliwice ist kein Ort, der dich sofort umhaut. Es ist ein Ort, der dich nach und nach überzeugt – mit Gebäuden, an denen sich das Schicksal der Welt verändert hat oder die stilprägend für einen ganzen Abschnitt der Architekturgeschichte waren. Hinzu kommt das tolle Engagement der Bürger der Stadt, die unter anderem in der Ruine des Victoria-Theaters ihr Gliwice zu einem lebendigen Ort der Kultur machen. Überall gibt es Restaurants mit leckerer schlesischer Küche. Ein Spaziergang lohnt sich aber auch wegen der anderen Architektur und der vielen grünen Oasen. Und das alles findet man ohne die Massen an Touristen wie in Breslau oder Krakau und oft auch etwas günstiger. Die Stadt lohnt sich zudem als Basis für Ausflüge in die anderen Städte Oberschlesiens — vor allem wenn man es gern etwas ruhiger und gemütlicher als im nahen Katowice haben möchte.
Hast du Gliwice schon besucht? Oder planst du eine Reise nach Oberschlesien? Schreib es in die Kommentare – ich freue mich über eure Erfahrungen!