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Jüdisches Viertel Budapest – 17 beste Orte in der Elisabethstadt

„Synagogen, Ruinenbars & Streetart: die 17 besten Orte im jüdischen Viertel Budapest – plus Tipps zu Restaurants, Cafés, Bars und Hotels in der Elisabethstadt.“

Inhaltsverzeichnis

Es ist selten, dass ich von jüdischen Vierteln beeindruckt bin. Ich mag die jüdische Kultur, fahre gelegentlich nach Israel, habe Freunde dort, war auch schon im Kibbuz in Israel. Doch dem Holocaust und auch der Abwanderung der Juden aus Osteuropa nach 1945 ist es geschuldet, dass es heute nur noch wenige Viertel mit jüdischem Leben in Europa gibt. In Ost- und Ostmitteleuropa gibt es das vor allem in Kazimierz in Krakau. Aber orthodoxe jüdische Männer in traditioneller Kleidung, hebräische Schriftzeichen über einer Tür oder ein Stück Flódni auf einer Karte machen deutlich, dass es auch in Budapest noch ein reges jüdisches Viertel gibt. Ich hatte mir eine kleine Wohnung im Herzen des Viertels gemietet. Das war auch der Grund, warum ich Budapests jüdisches Viertel so ausgiebig durchstreifen konnte. Es lag schließlich immer auf dem Weg. In diesem Beitrag will ich daher mit dir teilen, was ich aus meinem halben Dutzend Besuchen im jüdischen Viertel von Budapest an Tipps gesammelt habe.

Das jüdische Viertel auf einen Blick

Wo liegt es? Das Viertel liegt direkt im Zentrum von Pest, fußläufig von der Innenstadt erreichbar. Metrostation Astoria (M2) oder Deák Ferenc tér (M1/M2/M3) liegen jeweils nur wenige Gehminuten entfernt.

Wann hinfahren? Ganzjährig, besonders reizvoll aber im Frühling und Frühherbst, wenn die Ruinenpubs ihre Höfe öffnen. Im Sommer (Juni–August) ist das Viertel wegen des besonders lebendig, mitunter aber auch sehr sehr voll.

Wie viel Zeit einplanen? Einen halben Tag für einen ersten Eindruck; einen ganzen Tag für Geschichte, Essen und einen Abend im Viertel. Ein Wochenende, um tiefer einzutauchen und um von hier aus weitere Orte zu entdecken.

Was probieren? Flódni sowie typisch jüdische Gerichte wie Gefilte Fisch. Dazu einen ordentlichen ungarischen Gulasch .

Eintritte: Ein kombiniertes Ticket für Synagoge, Jüdisches Museum, Wallenberg-Park und Friedhof kostet für Erwachsene umgerechnet ca. 24 Euro (Preis vor Reise prüfen).

Ruhetage: Bitte beachtet: Die Große Synagoge und mehrere jüdische Einrichtungen sind am Schabbat geschlossen (Freitagnachmittag bis Samstag). An diesen Tagen dann besser die nichtjüdischen Sehenswürdigkeiten besuchen oder die, die frei zugänglich sind.

jüdisches Viertel Budapest
Das jüdische Viertel von Budapest ist der VII. Bezirk und wird auch Elisabethstadt genannt.

Jüdisches Viertel Budapest – wo liegt das?

Zunächst einmal kurz dazu, was das jüdische Viertel ist. Ein jüdisches Viertel Budapest gibt es im ursprünglichen Sinne heute eigentlich nicht mehr. Denn die Mehrheit der ungarischen Juden lebt zwar in Budapest, ist aber über die Stadt verteilt. Dennoch gilt als jüdisches Viertel Budapest vor allem der VII. Bezirk, der auch Elisabethstadt (ungarisch: Erzsébetváros) genannt wird. Benannt ist er nach der Kaiserin von Österreich-Ungarn, die ihr vermutlich vor allem aus dem Film unter dem Namen „Sissi“ kennt. Der Bezirk gilt heute als eines der hippsten Viertel von Budapest. Er liegt in Fußweite der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und es gibt viele Szenekneipen hier. Bis zum Holocaust war der Stadtteil aber fast ausschließlich von Juden bewohnt und bis heute findet ihr hier immer noch bedeutende Synagogen und jüdische Kulturorte.

Juden in Budapest – Einst einer der größten Gemeinden der Welt

Die Wichtigkeit der jüdischen Gemeinde in Budapest und Ungarn kann man bis heute sehen. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten laut Volkszählungen rund 800.000 Juden in den ungarischen Gebieten. Der wohl bekannteste ungarische Jude war Theodor Herzl, der Vater des Zionismus. Er wurde in Budapest geboren, gleich in der Nähe der Großen Synagoge. Heute erinnert eine Gedenktafel an ihn. Die Elisabethstadt, welche erst seit wenigen Jahren als jüdisches Viertel Budapests bezeichnet wird, war schon seit Jahrhunderten Zentrum des Budapester Judentums. Davon zeugen nicht nur die zahlreichen Synagogen, Jeshiwen (jüdische Schulen) und früheren Krankenhäuser. Im benachbarten VIII. Bezirk liegt auch das älteste noch bestehende Rabbinerseminar der Welt.

Hinterhöfe im jüdischen Viertel Budapest
Viele der Hinterhöfe im jüdischen Viertel von Budapest sehen noch aus wie zu Anfang des 20. Jahrhunderts.

Budapests jüdisches Viertel im Holocaust

In den dunklen Zeiten für die europäischen Juden war Budapest genauso betroffen. Während der Shoah diente das Jüdische Viertel Budapest als Ghetto, in dem 200.000 Menschen eingepfercht wurden. Die mit den Deutschen verbündeten Pfeilkreuzler, die Ungarn terrorisierten, schleppten auch nach dem Abzug Adolf Eichmanns tausende Juden an die Ufer der Donau, zwangen diese, sich auszuziehen, und stießen sie in den Fluss. Besonders durch ausländische Hilfe konnten jedoch vermutlich Dreiviertel der Juden von Budapest dem Holocaust entkommen – weit mehr als beispielsweise im ukrainischen (damals polnischen) Lemberg.

Gerechte unter den Völkern in Budapest

Budapest war auch ein Ort von Lichtblicken. Hier half der schwedische Diplomat Raoul Wallenberg vielen Juden und brachte sie in Schutzhäusern unter. Er wird unter anderem in der Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern geehrt. Auch die Schweizer Friedrich Born und Carl Lutz halfen tausenden Juden, sind aber weit weniger bekannt, wie auch der deutsche Diplomat Gerhart Feine. Und auch insgesamt lassen sich bis heute viele jüdische Spuren in Budapest finden. Von den Restaurants und Läden mit hebräischen Schildern einmal abgesehen, wirken viele der Hinterhöfe des jüdischen Viertels in Budapest bis heute wie aus der Jahrhundertwende, als hier noch mehrheitlich Juden in den Wohnungen lebten.

Jüdisches Viertel Budapest Große Synagoge
Die Große Synagoge ist das sichtbarste Wahrzeichen des jüdischen Viertels von Budapest.

Die 15 besten Orte im jüdischen Viertel von Budapest

1. Große Synagoge (Dohány-Synagoge)

Was wäre ein jüdisches Viertel ohne das wichtigste Identifikationsmerkmal der jüdischen Religion. Und hier ist Budapest eine wahre Schatztruhe. So ist die Große Synagoge in der Dohany utca, deshalb auch Dohany-Synagoge, oder nach der deutschen Übersetzung der Gasse auch Tabaktempel genannt, die zweitgrößte Synagoge der Welt. Bis zu 3000 Gläubige Juden finden hier Platz. Ihre Türme sind knapp 50 Meter hoch und die Fassaden reich verziert. Nebenan ist auch das Jüdische Museum und das Holocaustmahnmal für die ermordeten Juden aus Ungarn untergebracht. Die Große Synagoge kann unter der Woche besichtigt werden. Jedoch ist sie selbstverständlich an Schabbat geschlossen, in diesem Fall also von Freitagnachmittag bis Samstag. Die genauen Öffnungszeiten der Großen Synagoge in Budapest kann man hier nachlesen.

  • 📍 Dohány utca 2, 1074 Budapest

2. Jüdisches Museum

Direkt neben der Großen Synagoge, an der Stelle, an der einst das Geburtshaus von Theodor Herzl stand, ist das Jüdische Museum untergebracht. Es zeigt die Geschichte der ungarischen Juden von den Anfängen bis zum Holocaust anhand religiöser Gegenstände, Dokumente und Alltagsobjekte. Der Besuch ist im Kombiticket für den Synagogenkomplex bereits enthalten.

  • 📍 Dohány utca 2, 1074 Budapest (gleicher Komplex wie die Große Synagoge)

3. Theodor Herzls Gedenktafel

An der Stelle, an der heute das Jüdische Museum steht, wurde Theodor Herzl, der Begründer des modernen Zionismus, 1860 geboren. Eine Gedenktafel erinnert an ihn – ein kleiner, aber für die jüdische Geschichte bedeutender Punkt im Rundgang.

  • 📍 Dohány utca 2, 1074 Budapest

4. Raoul Wallenberg Memorial Park

Im Hof hinter der Großen Synagoge liegt der Raoul Wallenberg Memorial Park – ein stiller, bewegender Ort. Hier befindet sich auch ein Friedhof für Juden, die im Winter 1944/45 im Ghetto starben und in Massengräbern beigesetzt wurden, direkt neben der Synagoge, weil ein Transport auf den regulären jüdischen Friedhof damals nicht mehr möglich war.

  • 📍 Wesselényi utca (Hof hinter der Großen Synagoge), 1077 Budapest

5. Tree of Life Memorial

Im Zentrum des Wallenberg Parks steht das eindrücklichste Mahnmal des Viertels: eine silberne, weinende Trauerweide aus Metall, geschaffen vom ungarischen Bildhauer Imre Varga. Jedes ihrer Blätter trägt den Namen eines ermordeten ungarischen Juden – ein Konzept, das sichtbar macht, was Zahlen allein nicht vermitteln können.

  • 📍 im Wallenberg Park, Wesselényi utca, 1077 Budapest

6. Rumbach-Synagoge

Nur rund 300 Meter von der Großen Synagoge entfernt liegt die Rumbach-Synagoge. Im maurisch-byzantinischen Stil errichtet, wurde sie aufwendig restauriert und dient heute als Ausstellungsraum zur jüdischen Geschichte und Kultur Ungarns. Ihr achteckiger Innenraum gehört zu den architektonisch interessantesten Räumen im Viertel.

  • 📍 Rumbach Sebestyén utca 11-13, 1075 Budapest

7. Mauerrest des Ghettos

Auf dem Weg weiter Richtung Kazinczy utca lohnt sich ein kurzer Stopp an der Király utca 15: Hier hat sich ein erhaltenes Stück der Mauer erhalten, die das Ghetto 1944 umschloss. Ein unscheinbarer, aber eindringlicher Ort, der leicht übersehen wird, wenn man nicht gezielt danach sucht.

  • 📍 Király utca 15, 1075 Budapest

8. Stolpersteine

Wie in vielen europäischen Städten erinnern auch in Budapest kleine, in den Gehweg eingelassene Messingsteine – Stolpersteine – an einzelne Opfer des Holocaust, die genau dort gewohnt haben. Im Viertel, etwa rund um die Wesselényi utca, findet ihr immer wieder solche Steine, die den anonymen Opferzahlen ein Gesicht und einen Namen geben.

  • 📍 verstreut im Viertel, u. a. Wesselényi utca, 1077 Budapest

9. Carl-Lutz-Denkmal

Carl Lutz, der Schweizer Vizekonsul, der durch Schutzbriefe zehntausenden Budapester Juden das Leben rettete, wird mit einem Denkmal geehrt: eine Engelsfigur, die einer am Boden liegenden Person die Hand reicht – ein stilles Symbol für Rettung inmitten der Katastrophe.

  • 📍 Ecke Dob utca / Raoul Wallenberg utca, 1077 Budapest

10. Csányi5 – Erzsébetvárosi Zsidó Történeti Tár

Nur wenige Schritte von der Klauzál tér entfernt liegt mit dem Csányi5 einer der persönlichsten Orte des Viertels: In einem ehemaligen Wohnhaus mit Rundgangbalkon wurden mehrere Originalwohnungen originalgetreu eingerichtet und geben Einblick in den jüdischen Alltag von Erzsébetváros – von der Küche über das Wohnzimmer bis zum Kinderzimmer. Anders als die großen Synagogen erzählt der Ort nicht die religiöse, sondern die private Geschichte des Viertels. Geöffnet Montag bis Donnerstag sowie Sonntag von 14 bis 18 Uhr, freitags von 10 bis 14 Uhr, samstags geschlossen.

  • 📍 Csányi utca 5, 1077 Budapest

11. Synagoge in der Vasvári Pál utca

Eine kleinere, weniger bekannte Synagoge auf dem Weg Richtung Kazinczy utca, die einen ruhigeren Einblick abseits der Touristenpfade bietet und zeigt, wie dicht die religiöse Infrastruktur des Viertels einst war.

  • 📍 Vasvári Pál utca 5, 1074 Budapest

12. Gozsdu Udvar

Auf dem Weg weiter Richtung Kazinczy utca lohnt sich ein Abstecher durch den Gozsdu Udvar: ein langgezogener Innenhof aus sieben miteinander verbundenen Gebäuden, der die Király utca mit der Dob utca verbindet. Tagsüber warten hier kleine Boutiquen und Cafés, abends verwandelt sich der Hof in eine der belebtesten Ausgehmeilen des Viertels.

  • 📍 Király utca 13 / Dob utca 16, 1075 Budapest

13. Orthodoxe Synagoge (Kazinczy utca)

Gleich in der Nähe haben auch die orthodoxen Juden von Budapest ihr religiöses Zuhause. Die orthodoxe Synagoge in der Kazinczy utca ist im Art-déco-Stil erbaut und ebenfalls für Besucher geöffnet – eingebettet zwischen den Ruinenpubs, ein Kontrast, der das Viertel bis heute prägt.

  • 📍 Kazinczy utca 29-31, 1075 Budapest

14. Street Art im jüdischen Viertel

Neben Geschichte und Religion hat das Viertel noch ein ganz anderes Gesicht: Die Hinterhöfe und Fassaden rund um die Kazinczy utca und den Gozsdu-Hof sind übersät mit Street Art, von großflächigen Wandbildern bis zu kleinen, versteckten Stencils. Viele der Ruinenpubs haben ihre Wände lokalen Künstlern überlassen – ein Kontrastprogramm zur jahrhundertealten Geschichte gleich nebenan.

  • 📍 rund um Kazinczy utca & Gozsdu udvar, 1075/1077 Budapest

15. Ruinen-Pubs (wie Szimpla Kert)

Entlang der Kazinczy utca finden sich Dutzende Pubs. Darunter auch das Szimpla Kert, Budapests bekanntestes Ruinenpub, entstanden in einem verfallenen Hinterhof mit zusammengewürfeltem Interieur aus DDR-Möbeln, alten Badewannen und Neonschildern. Auch andere Pubs oder Biergärten wie das Élesztő oder Instant sind einen Besuch wert – dieses Ende der Straße bezeichnen manche auch als das Budapester Bermuda-Dreieck. Und in der Tat, auch ich wäre hier fast verschwunden.

  • 📍 Kazinczy utca 14, 1075 Budapest (Szimpla Kert)

16. Kirche St. Elisabeth

Wer noch einen kleinen Umweg Richtung Norden einplant, findet mit der Kirche der Heiligen Elisabeth (Erzsébet-templom) mitten im überwiegend jüdisch geprägten Viertel auch ein Stück katholischer Geschichte – ein Beleg dafür, wie durchmischt die Elisabethstadt tatsächlich war und ist.

  • 📍 Rózsák tere 8, 1074 Budapest

17. Miksa Róth Gedenkhaus

Als etwas weiter entfernter Abschluss der Route lohnt sich der Weg zum ehemaligen Wohn- und Werkhaus von Miksa Róth, dem bedeutendsten ungarischen Glasmosaik-Künstler der Jahrhundertwende, nahe des Ostbahnhofs. Seine Glasfenster schmücken unter anderem das Parlament und die Budapester Burg. Im kleinen, aber sehenswerten Museum sind drei Originalräume sowie zahlreiche seiner Werke erhalten.

  • 📍 Nefelejcs utca 26, 1078 Budapest

Jüdische Orte außerhalb des jüdischen Viertels

Nicht alle wichtigen jüdischen Erinnerungsorte Budapests liegen in der Elisabethstadt selbst. Wer tiefer eintauchen will, sollte auch diese drei Orte einplanen:

Schuhe an der Donau

Am Donauufer, unweit des Parlaments, erinnert ein Mahnmal aus 60 gusseisernen Schuhpaaren an die Pfeilkreuzler-Massaker, bei denen Juden gezwungen wurden, ihre Schuhe auszuziehen, bevor sie in die Donau geschossen wurden. Eines der bewegendsten Mahnmale der Stadt, nur wenige Gehminuten vom Parlament entfernt.

  • 📍 Id. Antall József rakpart, 1054 Budapest

Jüdischer Friedhof

Der große jüdische Friedhof an der Kozma utca im X. Bezirk ist einer der größten jüdischen Friedhöfe Europas mit prunkvollen Grabmälern aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert – ein eindrucksvoller, aber deutlich außerhalb des touristischen Zentrums gelegener Ort.

  • 📍 Kozma utca 6, 1108 Budapest

Museum Haus des Terrors

Das Haus des Terrors an der Andrássy út dokumentiert sowohl die Schreckensherrschaft der Pfeilkreuzler als auch die spätere kommunistische Diktatur – im selben Gebäude, das einst als Hauptquartier beider Regime diente. Kein rein jüdisches Museum, aber inhaltlich eng mit der Geschichte des Viertels verknüpft.

  • 📍 Andrássy út 60, 1062 Budapest
Galit koscheres Restaurant im jüdischen Viertel Budapest
Im Carmel kann man sehr gut koscher essen gehen.

Essen gehen in Budapests jüdischem Viertel

Im jüdischen Viertel gibt es sehr gute Restaurants. Mit der großen Zahl an Touristen gibt es natürlich auch eine gute Auswahl an Restaurants und Imbissen für jeden Geldbeutel.

Frühstücken

Arán Bäckerei — Leckeres Gebäck, vor allem Flódni: der Schichtkuchen mit Apfel, Mohn, Walnüssen und Pflaumenmus, den man im jüdischen Viertel unbedingt probieren muss. Hier gibt es ihn in einer der besten Varianten der Stadt. Auch zum Frühstück eine gute Adresse.
📍 Wesselényi utca 23, 1077 Budapest

EGGI Breakfast & Coffee — Kleiner Sandwich-Laden mit koreanisch inspirierten Frühstücks-Sandwiches (u. a. mit Bulgogi), dazu guter Kaffee. Sitzplätze sind rar, eignet sich daher gut zum Mitnehmen für eine Pause im Park.
📍 Klauzál u. 11, 1072 Budapest

Ungarische Küche

Frici Papa — Wer es gern einfacher und günstiger hat, isst hier Gulasch. Auch andere typisch ungarische Gerichte gibt es hier.
📍 Király utca 55, 1077 Budapest

Getto Gulyás — Ein kleiner, unscheinbarer Imbiss, der genau das anbietet, was der Name verspricht: ehrlichen, günstigen ungarischen Gulasch zum Mitnehmen oder für einen schnellen Snack zwischendurch.
📍 Wesselényi utca 18, 1077 Budapest

Goulash Budapest Restaurant — Wie der Name schon sagt, dreht sich hier alles um klassisches ungarisches Gulasch in verschiedenen Varianten, in unkomplizierter Atmosphäre am Rand des Viertels.
📍 Erzsébet krt. 14, 1073 Budapest

Internationale Küche

Bistrology Budapest — Günstiges Mittagessen mit wechselnder Karte. Sehr freundlicher Service. Fantastisches Essen zum bezahlbaren Preis.
📍 Dohány u. 30/a, 1074 Budapest

Mazel Tov — Israelische Fusionsküche in einem spektakulären, mit Pflanzen und Lichterketten geschmückten Ruinenhof – trotz des Namens nicht koscher, dafür mit Hummus, Pita und geschmortem Lamm auf der Karte. Eines der meistfotografierten Restaurants des Viertels.
📍 Akácfa utca 47, 1073 Budapest

Kőleves Vendéglő — Gute internationale und lokale ungarische Küche in entspannter Atmosphäre.
📍 Kazinczy utca 41, 1075 Budapest

Fat Mama — Lockeres Bistro mit großer Karte von herzhaftem Frühstück bis BBQ-Gerichten, bekannt für Live-Musik am Wochenende und eine der belebteren Terrassen der Kazinczy utca.
📍 Kazinczy utca 24, 1075 Budapest

Koschere Restaurants

Carmel (koscher) — Hier könnt ihr traditionelle jüdische Speisen wie Eiersalat, Gefilte Fisch und Babka probieren. Es gibt aber auch ungarische Speisen wie Gulasch oder Pörkölt – natürlich koscher.
📍 Kazinczy utca 31, 1075 Budapest

Hanna (koscher) — Seit 1920 im Hof der orthodoxen Synagoge gelegenes glattkoscheres Restaurant mit ungarisch-jüdischer Küche wie Matzebrei-Suppe oder gefülltem Kraut, mittlerweile mit israelischem Einschlag durch den aktuellen Küchenchef.
📍 Kazinczy u. 29, 1074 Budapest

Cafés im jüdischen Viertel von Budapest

New York Café — Das wohl prunkvollste Kaffeehaus der Welt, im New York Palace mit üppiger Jahrhundertwende-Deko aus Marmor und Fresken. Liegt bereits leicht außerhalb des jüdischen Viertels, nur wenige Gehminuten vom Synagogenkomplex entfernt, und lohnt sich als eleganter Abstecher trotzdem.
📍 Erzsébet körút 9-11, 1073 Budapest

Blue Bird Roastery — Eigene Kaffeerösterei mit gemütlicher, farbenfroher Einrichtung (Vintage-Möbel, bunte Wandmalereien), bequemen Sitzgelegenheiten und Ausblick direkt auf die Rumbach-Synagoge gegenüber. Ein Ort zum Verweilen statt schnell durchzugehen – ideal für eine ruhige Kaffeepause zwischen den Sightseeing-Stationen.
📍 Rumbach Sebestyén utca (gegenüber der Rumbach-Synagoge), 1075 Budapest

Massolit Book Café — Café und gebrauchter englischsprachiger Buchladen in einem, mit gutem Kaffee, hausgemachtem Kuchen und einem ruhigen Garten im Hinterhof – ein entspannter Rückzugsort zwischen den Sightseeing-Stationen.
📍 Nagy Diófa utca 30, 1072 Budapest

Bars und Clubs im jüdischen Viertel

Instant-Fogas — Budapests größter Party-Komplex: sechs zusammengelegte Clubs mit 18 Bars und 7 Tanzflächen unter einem Dach, von Elektro über Rock bis Latin.
📍 Akácfa utca 49-51, 1072 Budapest

Füge Udvar — Labyrinthartiger Ruinenpub rund um einen großen Feigenbaum, entstanden 2015 aus dem Zusammenschluss der drei Clubs Füge, Udvarrom und Play. Mehrere Tanzflächen, Spielhalle mit Billard und Tischtennis, günstige Getränke und Sportübertragungen auf Großleinwand – bekannt dafür, deutlich preiswerter zu sein als die touristischeren Ruinenpubs. Ein guter Startpunkt für eine Kneipentour durchs Viertel.
📍 Klauzál utca 19, 1072 Budapest

Piana Vyshnia — Hier dreht sich alles um den ukrainischen Kirschlikör „Wyschniwka“ aus Lemberg. Da Ukraine-Reisen derzeit nicht so einfach sind, kann man so zumindest den leckeren Likör probieren, der mich schon oft betrunken gemacht hat. Perfekt zum Vorglühen auf dem Weg zu den Bars und Clubs.
📍 Király utca 13 (Eingang Gozsdu Udvar), 1075 Budapest

Kisüzem — Tagsüber gemütliches Indie-Café mit gutem Kaffee, abends verwandelt es sich in eine lebendige Bar mit Live-Musik und entspannter, unaufgeregter Atmosphäre.
📍 Kis Diófa utca 2, 1077 Budapest

Elysian Bar — Cocktailbar mit Fokus auf lokal bezogene, nachhaltige Zutaten. Kreative Signature-Cocktails statt Standardkarte, freundliches und aufmerksames Personal – eher für einen entspannten Cocktailabend als für lautes Feiern.
📍 Akácfa utca 38, 1073 Budapest

Shopping im jüdischen Viertel Budapest

Für das Window-Shopping in Budapest gibt es in der Király utca recht viele schöne Schaufenster mit allerlei Krimskrams. Auch in den Seitenstraßen rund um die Metrostation Astoria lässt sich viel finden.

Klauzál tér — Neben Gozsdu Udvar bietet auch der historische Marktplatz der Elisabethstadt einiges. Hier war einst das pulsierende Zentrum des jüdischen Alltagslebens. Heute ein Park mit Markthalle, umgeben von Cafés – ein guter Ort, um dem Viertel abseits der Touristenströme beim Leben zuzusehen.
📍 Klauzál tér, 1074 Budapest

Tisza cipő — Mein Favorit. Der ungarische Sportartikelhersteller vertreibt unter anderem in Ungarn hergestellte Sportschuhe. Die gibt es ab 60 Euro, die besseren für 80 bis 100 Euro.
📍 Károly körút 1, 1075 Budapest

Printa — Mehrfunktionaler Laden, der Designshop, Kunstgalerie, Siebdruck-Studio und Café in einem ist. Verkauft werden limitierte Öko-Design-Stücke, Kleidung und Accessoires; in der angeschlossenen Galerie gibt es zeitgenössische Kunst rund um Siebdruck zu sehen, teils mit eigenen Workshops.
📍 Rumbach Sebestyén u. 10, 1075 Budapest

Ludovika Vintage Store — Ein wahres Vintage-Schatzkästchen mit Taschen, Blusen, hochtailliertenen Jeans und weiteren Second-Hand-Fundstücken, kuratiert von Krisztina Markó und Dóra Gyöngyösi. Bis 20 Uhr geöffnet, daher auch gut vor einem Abend im Viertel als Zwischenstopp geeignet.
📍 Rumbach Sebestyén u. 15, 1075 Budapest

Stadtführung durch das Jüdische Viertel von Budapest

Auch wenn man sich das Viertel ganz leicht selbst erwandern kann, kann es auch nicht schaden, eine geführte Tour zu machen. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten.

Free Walking Tour — Mit einer Free Walking Tour könnt ihr euch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des jüdischen Budapest anschauen, zum Beispiel bei den Free Walking Tours Budapest. Bei den Free Walking Tours bestimmt ihr den Preis selbst. Leider nehmen in Budapest oft bis zu 100 Personen an einer Free Tour teil, das macht es mitunter zu einer ziemlich unpersönlichen Angelegenheit.
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Private Kleingruppen-Tour mit Historiker — Eine private Stadtführung in kleinen Gruppen. Ich persönlich kann euch die Tour von meinem guten Freund Daniel Draskoczy empfehlen, der mit seiner Firma Budapest Explorers durchs jüdische Viertel führt.
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Jüdisches Viertel & Synagogen mit persönlichen Geschichten — Zweieinhalbstündige Tour mit einem lokalen Guide, der persönliche Geschichten aus dem Viertel teilt und euch die besten Tipps für jüdisches und ungarisches Essen verrät.
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Private Tour durchs jüdische Viertel — Private Führung, die euch von der frisch restaurierten Rumbach-Synagoge bis zur bohemienhaften Seite des Viertels bringt, inklusive Getränk im legendären Ruinenpub Szimpla Kert und den bekanntesten Street-Art-Wandbildern der Gegend.
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Wo übernachten im jüdischen Viertel von Budapest?

Das Jüdische Viertel von Budapest liegt sehr zentral, direkt in der Innenstadt. Zudem gibt es hier ein reges Nachtleben. Daher gibt es auch ein ordentliches Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten im jüdischen Viertel selbst. Wir haben euch hier drei Hotels und Hostels in unterschiedlichen Preisklassen herausgesucht, die wir empfehlen können.

Anantara New York Palace Budapest (€€€) — Elegant und luxuriös eingerichtet, in einem Haus aus dem 19. Jahrhundert, der Blütezeit des k.u.k.-Imperiums, direkt an der Oper. Die Zimmer sind nicht gerade günstig, bieten dafür aber alles und das direkt am jüdischen Viertel.
📍 Erzsébet körút 9-11, 1073 Budapest
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Maverick Budapest Soho (€) — Modernes und gemütliches Boutique-Hostel mit Mehrbettzimmern und Privatzimmern, mitten im Herzen des jüdischen Viertels und in der Nähe vieler Kneipen. Perfekt für einen Budget-Citytrip nach Budapest.
📍 Kazinczy utca 24-26, 1075 Budapest
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Leonardo Boutique Hotel Budapest M-Square (€€) — Stilvolles 4-Sterne-Boutique-Hotel mitten im Viertel, nur wenige Gehminuten vom Gozsdu Udvar entfernt. Modern eingerichtete Zimmer, reichhaltiges Frühstück und eine offene Bar für Getränke und Snacks zwischendurch.
📍 Madách Imre tér 2, 1075 Budapest
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Roombach Hotel Budapest Center (€€) — Modernes Hotel direkt im jüdischen Viertel. Die mit Designmöbeln ausgestatteten Zimmer sind perfekt geeignet, um euch von längeren Spaziergängen durch Pest zu erholen.
📍 Rumbach Sebestyén u. 14, 1075 Budapest
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The Hive Party Hostel (€) — Lebhaftes Party-Hostel mitten zwischen den Ruinenbars der Stadt. Perfekt für alle, die günstig übernachten und direkt ins Nachtleben starten wollen.
📍 Dob utca 19, 1075 Budapest
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Buchtipps zu Budapest

Budapest gehört zu den schönsten Städten Europas und es gibt Unmengen an Sehenswürdigkeiten. Wir empfehlen daher, euch mit einem guten Reiseführer auf den Aufenthalt in der Stadt um im jüdischen Viertel Budapest vorzubereiten. Hier sind unsere Empfehlungen.

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Peter Althaus ist Journalist, Autor und Blogger. 2011 hat er das Reiseblog Rooksack gegründet. Doch seine eigentliche Liebe ist immer schon Osteuropa gewesen. Zwischenzeitlich lebte und arbeitete er mehrere Jahre in der Ukraine, bis der russische Angriffskrieg ihm zur Rückkehr nach Deutschland zwang.

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