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Aserbaidschan Sehenswürdigkeiten – Top 10 der schönsten Orte

Inhaltsverzeichnis

In unserem Reiseblog haben wir schon viele Länder vorgestellt. Aserbaidschan dürfte aber das bisher exotischste von ihnen sein. Das Land des Feuers kann auf eine reiche historische Vergangenheit zurückblicken. Mit seinen mittelalterlichen Basaren, Karawansereien, Mausoleen, Palästen und Moscheen wirkt es noch heute ein bisschen wie ein Märchen aus 1001 Nacht. Den modernen Kontrast dazu könnt ihr hier aber auch erleben. Die Metropole Baku war um 1900 aufgrund des hier gefundenen Erdöls die reichste Stadt der Welt! Aus dieser Zeit sind zahlreiche prächtige Villen erhalten, zu denen sich in den letzten Jahren moderne Glastürme gesellt haben.

Das sind die schönsten Aserbaidschan Sehenswürdigkeiten

Gründe genug also, Aserbaidschan einen Besuch abzustatten. Zur Einstimmung wollen wir euch hier die Top 10 der schönsten Aserbaidschan Sehenswürdigkeiten vorstellen.

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Baku

In der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku schlägt das Herz des Landes. In den Gassen der UNESCO-geschützten und gänzlich erhaltenen islamischen Altstadt verbergen sich allerlei Schätze wie etwa der Şirvanşah-Palast, der Jungfrauenturm und das Marionettentheater. Architektonisch beeindruckt in der Zweimillionenstadt das Amalgam aus einzigartigen Jugendstil-Villen der Ölboom-Ära, jahrhundertalten Moscheen, sowjetischen Prachtbauten und modernen Glaspalästen.

Über allem thronen die drei gläsernen Flammen, die als neues Nationalsymbol für das Land des Feuers und als eine der neusten Baku Sehenswürdigkeiten dienen und bei Nacht in den Farben der aserbaidschanischen Flagge leuchten. Ein bisschen Bollywood-Feeling weht durch die Stadt der Winde, in der ihr fürstlich speisen, lässig abtanzen, im Hammam entspannen, Mugham-Musik lauschen, den Bulwar entlang schlendern, durch Little Venice gondeln und auf den Spuren von Ali und Nino wandeln könnt.

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Heydər-Əliyev-Center

Das von Zaha Hadid entworfene spektakuläre Ausstellungszentrum in Baku bietet eine Vielzahl toller Ausstellungen und ist ein Fotomotiv der Extraklasse. In dem organischen weißen Riesenfisch findet ihr auf 60.000m² u.a. die Dauerausstellung „Mini-Aserbaidschan“, in der es 50 liebevoll nachgebaute Miniaturbauten aus dem ganzen Land im Maßstab 1:33 zu sehen gibt. Das Center ist eines der wichtigsten Kulturzentren des Landes und wurde nach dem früheren Präsidenten Aserbaidschans benannt.

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Feuertempel von Suraxanı

Die Halbinsel Abşeron hat neben Baku noch viel Interessantes zu bieten. Der zoroastrische Feuertempel Ateshgah wurde im 17. Jahrhundert als Klosteranlage erbaut und kürzlich restauriert. Vergleichbare Tempelanlagen findet man nur noch im Iran und in Georgien. Sehenswert ist auch ein seit dem Altertum brennendes natürliches Erdgasfeuer am Hang eines Hügels namens Yanar Dağ, der unbedingt einen Abstecher lohnt. Feuer ist im Land des Feuers („azer“ heißt Feuer) ein Symbol für Licht, Wärme und Schutz vor bösen Geistern.

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Qobustan

Umringt von brodelnden Schlammvulkanen liegt der 500 Hektar große Nationalpark Qobustan, in dessen Mitte sich das Felsenareal des Beyukdash-Berges mit 6000 steinzeitlichen Felszeichnungen erhebt. Seit 2007 gehören diese filigranen, teilweise 5000 Jahre alten Petroglyphen genannten Strichzeichnungen 70 km südwestlich von Baku zum UNESCO-Weltkulturerbe. Entdeckt wurden sie erst in den 1930er Jahren. Im zum Areal gehörenden Museum des „rock of ages“ finden sich Vergrößerungen der Zeichnungen und weiterführende Erklärungen. Auf der Rückfahrt Richtung Baku empfiehlt sich ein Zwischenstopp am Ölfeld Bibi Heybat, das als Kulisse für den James-Bond-Film „Die Welt ist nicht genug“ diente.

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Kish-Tempel nördlich von Şəki (Foto: Azerbaijan Tourism Board)

Şəki

An der georgischen Grenze am Großen Kaukasus liegt malerisch die 2000 Jahre alte Seidenstraßenstadt Şəki mit dem UNESCO geschützten Khan-Palast und den drei mystischen Karawansereien aus dem 18. und 19. Jahrhundert, von denen eine heute als Hotel fungiert. Die einstmals größte Seidenfabrik der UdSSR ist nach wie vor in Betrieb und bietet den Besuchern ungeahnte Blicke hinter die Kulissen sowie Souvenirs aus erster Hand. Bei einer Palastführung taucht man ein in die bunten Farben der so genannten Schebeke-Fenster, deren farbige Glasmosaiken von hölzernen Verstrebungen zusammengehalten werden. Ursprünglich wurde Murano-Glas verwendet, das auf der Seidenstraße gegen Silber und Gewürze eingetauscht wurde. Das heutige Glas stammt aus Mecklenburg-Vorpommern.

Gəncə

Weinanbau und Seidenraupenzucht prägen die weitläufigen Täler der bequem mit dem Nachtzug zu erreichenden zweitgrößten Stadt Aserbaidschans. Im Mittelalter war die mehr als 200 Jahre alte Stadt ein bedeutendes Handelszentrum und Heimat des allseits verehrten Poeten Nizami, dessen mit einem Marmor-Mausoleum gedacht wird. Von Gəncə aus solltet ihr die ehemaligen deutschen Siedlungen Göygöl, Tovus, Şəmkir und Çınarlı mit den authentischen, frisch sanierten Fachwerkhäusern besuchen. 1920 wurde von schwäbischen Pietisten die Winzergenossenschaft „Konkordija“ gegründet. In Kedabag werden Führungen angeboten, bei denen ihr auf den Spuren der Siemens-Brüder, die dort den Kupferbergbau vorantrieben und Aquädukte errichteten, wandeln könnt. Unweit von Gəncə laden Wellnessoasen zu Ölbädern ein, deren Heilwirkung schon Marco Polo beschrieb. Der einstmals schicke Kurort heißt nicht umsonst Naftalan (von neft für Öl).

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Ein Kupferschmied bei der Arbeit (Foto: Azerbaijan Tourism Board)

Lahic

Im Nordwesten Aserbaidschans liegt das kleine Bergdorf Lahic in knapp 1400 Meter Höhe. Es ist bekannt für seine Kupferschmieden, in denen noch immer Krüge und Samoware hergestellt werden. Die dort hergestellten Gefäße, aber auch Waffen und Schmuck wurden seinerzeit von Lahic aus zu den Basaren auf der Seidenstraße transportiert. Seit 2018 gibt es eine gut ausgebaute Straße in die abgelegene Gegend, deren Ebenen mit Burgruinen und Wasserfällen sich wunderbar für lange Wanderungen zu Fuß oder auf dem Pferd anbieten. Das frühere Kolchos-Dorf Ivanowka lohnt einen Abstecher. Hier wird Honig hergestellt und russisch gesprochen.

Paradies für Naturfreunde: Lənkəran (Bild_ Azerbaijan Tourism Board)

Lənkəran

Im subtropischen Klima am Kaspischen Meer im Süden Aserbaidschans gedeihen Tee und Südfrüchte auf bis zum Horizont reichenden Plantagen. Seide und Teppiche werden in der Talış-Region an der iranischen Grenze jedoch auch in großer Zahl produziert. In diesem artenreichen Landstrich laden Lagunen mit Flamingos, unberührte Steppenlandschaften und der Hirkan-Nationalpark ein, in dem es noch echte Urwälder und 150 verschiedene Gehölzarten zu sehen gibt. Den Kaukasus-Leopard wird man jedoch nicht antreffen, er lebt in einem abgetrennten Teil des Parks.

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Das Momine Khatun Mausoleum von Naxçıvan (Foto: Azerbaijan Tourism Board)

Naxçıvan

In der Autonomen Republik Naxçıvan im Westen des Landes ticken die Uhren anders. Als „Schweiz von Aserbaidschan“ wird dieses Fleckchen Land bezeichnet. Die von Lonely Planet als „the world’s most sustainable nation“ propagierte, landschaftlich atemberaubend schöne, bergige Enklave ist ein nahezu unbekanntes Paradies. Zu sehen gibt es in dem Gebiet zwischen Ararat und Ordubad den „Machu Picchu“ von Eurasien, das Grab von Noah und die älteste Salzmine der Welt. Wenn es in Baku schon winterlich wird, scheint hier noch die Sonne. Die Hauptstadt Naxçıvan City war 2018 islamische Kulturhauptstadt. Gerade wird die Zugstrecke wieder aktiviert, so dass man in Zukunft direkt von Baku dorthin fahren kann.

Nabran

Der beliebteste Badeort Aserbaidschans eignet sich vor allem unter der Woche zum Entspannen. Im Kaspischen Meer kann man zwar schwimmen, aber nicht surfen. Dafür sind die Wellen nicht hoch genug. Der angrenzende, 11.000 Hektar große Nationalpark Samur-Yalama wirbt damit, dass der 30 Kilometer lange, aber ziemlich schmale Strand hier in dichte Wälder übergeht. Wandern ist auch in dieser Region Aserbaidschans eine große Freude. Mittlerweile gibt es schon ausgewiesene und lizensierte Wanderrouten. Langfristig setzt Aserbaidschan auf Öko-Tourismus und will in diesem Kontext 11% der Landesfläche in Nationalparks umwandeln.

Buchtipps

Ihr plant eine Reise in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku, eine der schönsten Aserbaidschan Sehenswürdigkeiten? Dann ist der CityTrip Baku ein idealer Begleiter für eure Reise. Hier werden die schönsten Sehenswürdigkeiten und Spaziergänge durch die Stadt beschrieben, ihr bekommt Tipps, wo ihr am besten essen und schlafen könnt und erfahrt in vielen Hintergrundartikeln spannende Details zum Leben der Menschen in Baku.

Baku ist vor allem auch ein lohnendes Reiseziel, wenn ihr euch für Architektur begeistern könnt. In ihrem Architekturführer Baku habe ich die schönsten Gebäude der Stadt vorgestellt. Beeindruckende Bilder bringen euch diese ganz nah und bereichern euren Urlaub!

Klassischer Reiseführer zu Aserbaidschan aus dem renommierten Trescher-Verlag, der neben allerlei Hintergrundinfos zum Land auf praktische Tipps und Hintergrundinformationen enthält.

Sehr persönlicher Reisebericht, der Aserbaidschan aus der Sicht einer Deutschen vorstellt und von der Presse hochgelobt wurde.

Der Klassiker der aserbaidschanischen Literatur, der eine Liebesgeschichte am Vorabend der Russischen Revolution erzählt und ein beeindruckendes Nachwort von Nino Haratischwili enthält.

Englischsprachiges Länderporträt über Aserbaidschan, das das Land in all seinen Facetten vorstellt.

Was ist für euch die schönste aller Aserbaidschan Sehenswürdigkeiten? Lasst es uns wissen und schreibt uns einen Kommentar!

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Heike Maria Johenning ist studierte Übersetzerin und Romanistin. Seit 1996 arbeitet sie als freiberufliche Autorin und Übersetzerin. Sie hat zahlreiche Reise- und Architekturführer veröffentlich, die bei Reise Know-How und dom Publishers erschienen sind. In ihren Büchern beleuchtet sie ein im Westen nahezu unbekanntes Phänomen, den Jugendstil in Osteuropa. Derzeit arbeitet sie an einem neuen Titel zur „Jugendstil-Architektur in Berlin“.

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